Tipps Winterblues StimmungsaufhellerCategoriesUncategorized

Natürliche Stimmungsaufheller

STIMMUNGSAUFHELLER GRATIS

7 natürliche Tipps gegen den Winterblues

Nass. Neblig. Windig.

Der Herbst ist da. 

Mit den Temperaturen sinkt deine Laune? 

Meine auch.

Der jahreszeitlich bedingte Bewegungs – und Lichtmangel macht schnell müde, unmotiviert und lustlos.

Nachdem ich jahrelang die Wintersaison nur noch ausgesessen habe, stelle ich mich jetzt mutig dem anklopfenden Winterblues entgegen!

In diesem Artikel verrate ich dir meine 7 Geheimwaffen gegen die saisonal bedingte Tristesse.

Ständig müde, erschöpft, melancholisch – das Tageslicht fehlt 

Morgens aus dem Bett und zur Arbeit fahren? Anstrengend. 

Nach dem Abendessen noch eine Runde nach draußen? Lieber auf die Couch.

Leute einladen? Zu viel Organisation.

Dinge, die wir im Frühling und Sommer begeistert tun, kosten uns in der zweiten Hälfte des Jahres Überwindung. Die dunklen Tage schlagen uns aufs Gemüt.

Allein sind wir damit nicht.

Laut einer Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov, spüren 59 % der Befragten den sogenannten „Winterblues“.

 

Frauen sind mit 70% stärker betroffen als Männer mit 60%.

Warum diese Erschöpfung im Herbst und Winter?

Morgens im Dunkeln aufstehen, zur Arbeit fahren. Den Tag in Räumen mit künstlichem Licht und gut beheizt. Am Abend – wieder im Dunkeln – zurück nach Hause. 

So sieht der Alltag für die meisten von uns im Winter aus.

Wenn weniger Tageslicht in unsere Augen fällt, schüttet unser Körper mehr Melatonin aus. 

Das macht uns so richtig schön schläfrig. Antriebslosigkeit inbegriffen.

Zusätzlich nimmt bei Lichtmangel auch noch die Produktion des Stimmungsaufhellers Serotonin ab.

Die Folge: Der veränderte Hormonhaushalt bringt unser seelisches Gleichgewicht durcheinander.

Pattern interruption

Bei so vielen negativen Hormon-Vibrations müssen wir unsere Happiness-Speicher aufladen. 

Gut, dass Herbst und Winter die Zeit des Innehaltens ist. Da dürfen wir getrost besonders auf uns schauen.

Kreativitätsforscher*innen raten zu “pattern interruption”. Das bedeutet kleine Unterbrechungen von gewohnten Mustern zu machen.

Kurz:  Routinen verlassen – Gehirn durchschütteln!

Lasst uns also kleine Auszeiten nutzen, um Körper und Kopf in Einklang zu bringen.

#1 Müde und schlapp - Spazieren gehen

Frische Luft ist nachgewiesen gut für das Immun-Aufbau-Programm unseres Körpers.

Die Psychologin Christa Schirl betont, dass es nicht Outdoor-Sport sein muss. Ein kurzer Spaziergang ist absolut ausreichend für unsere Tageslicht-Bilanz.

Kleine Bewegungseinheiten sind schnell umsetzbar. Eine Runde in der Mittagspause oder bevor es im Auto nach Hause geht. Das funktioniert gut mit Kolleg*innen. Da ist noch nicht mal das Verabreden nötig.

30 Minuten draußen sein, bedeutet auch bei bedecktem Himmel genügend Licht. 

Natürlich ist es verlockend, sich bei ungemütlich, nass-grauem Nieselregen zu Hause einzuigeln. 

Aber – hey – damit verpasst du diese WOW-Effekte eines “Frischluft-Boosters”:

  • Du strahlst! Ein Spaziergang zaubert dir gratis einen gesunden, rosigen Teint.
  • Du schläfst wunderbar! Frische Luft sorgt für guten Schlaf.
  • Du hast Energie! Das Draußen-Sein macht dich wach.
  • Du bist zufrieden! Nach Hause kommen nach einem Spaziergang ist super-kuschelig.

#2 Ätherische Öle - für mentale und emotionale Balance

Wenn die Mittagssonne auf Duftpflanzen fällt, dann verströmen sie ihr betörendes Aroma.

Die Düfte sind so vielfältig wie deren Wirkungen.

Samtig weich, wie die Rose, blumig intensiv, wie die Orangenblüte, träumerisch beruhigend wie Lavendel, holzig warm wie die Pinie…

Ätherischen Öle sind die puren Duftstoffe dieser Pflanzen – hochkonzentriert. 

Daher ist im Umgang mit den ätherischen Ölen Vorsicht geboten. 

Bitte tragt sie niemals pur auf die Haut auf oder nehmt sie pur ein!

Richtig dosiert, sind sie jedoch eine Wohltat und können unsere Emotionen positiv beeinflussen. 

Je nach Inhaltsstoffen wirken ätherische Öle anregend oder beruhigend auf unsere Psyche.

Öle mit entspannender Wirkung (zum Beispiel Lavendel, Mandarine, Sandelholz, Neroli) unterstützen die emotionale Gefühlswelt:

  • glätten übermäßige Emotionen. 
  • bringen uns in Balance.
  • lassen uns besser einschlafen.
  • fördern Einfallsreichtum, Fantasie und Neugier.

Öle mit anregender Wirkung (zum Beispiel Rosmarin, Zitrone, Zypresse, Ingwer) beeinflussen die rationale Gefühlswelt:

  • fördern logisches Denken und Durchsetzungskraft.
  • strukturieren Gedanken, geben Klarheit und sorgen für Verständnis.
  • sie stärken uns

MON COURAGE Tipp:

Die Bergamotte ist – wie die Morgensonne – ein wahrer Lichtbringer und sorgt für gute Laune zum Start des Tages. Ein paar Tropfen in einem Diffusor und schon geht die Sonne auf.

Wieso wirken ätherische Öle stimmungsaufhellend?

Über unsere Nase atmen wir die im ätherischen Öl enthaltenen Moleküle ein. Diese gelangen direkt ins limbische System im Gehirn (dort sitzt der Bereich für unsere Gefühle) und beeinflussen die Ausschüttung neuro-chemischer Stoffe.

Das hat direkten Einfluss auf unsere Gefühlswelt. 

Das Bergamotteöl beispielsweise reguliert die Ausschüttung von Melatonin, das in zu hoher Konzentration den Winterblues verursacht.

Gleichzeitig steigt unser Serotoninspiegel.

Und schwups! – da ist es. 

Mitten im Winter: das Gefühl nach glücklichen Sommertagen.

Diffusor statt Duftlampe - so wirkt ätherisches Öl optimal

Gut zu wissen: die Hitze einer Duftlampe zerstört wichtige Wirkstoffe des Öls. 

Für die persönliche Wohlfühltherapie eignet sich ein Diffusor besser.

Er bringt das größte Dufterlebnis und ist am wirksamsten.

Nebenbei befeuchtet ein Vernebler automatisch die Luft und zaubert ein gesundes Raumklima.

#3 Stimmungsaufhellende Teemischung

Warum nicht die Weisheit der Natur öfter für unser Immunsystem nutzen?

In der Naturapotheke finden sich pflanzliche Stimmungsaufheller, die bestens bei Winterblues-Symptomen helfen.

Hier unsere Lieblingstee-Mischung. Einfach die folgenden Kräuter 1:1 mischen und die ultimative Sonnenschein-Teemischung genießen: 

 

Johanniskraut

Johanniskraut bringt Sonne ins Gemüt

Die gelb blühende Pflanze sieht nach Sonnenstrahlen aus und ist das bekannteste Pflanzenheilmittel gegen Stimmungstiefs und Angststörungen.

Die stimmungsaufhellende, leicht antidepressive Wirkung dieser Lichtpflanze ist dem Zusammenspiel seiner Wirkstoffe zu verdanken: Hypericin, Hyperforin, Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe.

Funktioniert prima bei innerer Unruhe, Stress und Schlafstörungen.

Melissen für eine positive Einstellung

Melisse

Die Melisse ist die Herzpflanze unter den Heilpflanzen. 

Schon Avicenna (Arzt und Philosoph, 980-1037) sagte: “Melisse macht das Herz froh und stärkt die Lebensgeister”.

Das zart nach Zitrone duftende Kraut löst innere Spannungen und beruhigt das nervöse Herz.

Passionsblume macht dich locker

Die angstlösende Wirkung der Passionsblume ist besonders ausgeprägt.

Sie stoppt das Gedankenkarussell und sorgt für den nötigen Fokus beim Lernen.

Am Abend ist sie die ideale Pflanze, um den Tag loszulassen und entspannt einzuschlafen.

Passionsblume
Rose

Rose - eine Wohltat für die Psyche

Die Königin der Blumen wird im Morgengrauen geerntet, damit sich das ätherischen Öl in den Rosenblättern nicht durch die Sonnenstrahlen verflüchtigt.

Die Rosenblätter in der Teemischung harmonisieren und gleichen aus. Gleichzeitig wirkt das Aroma euphorisierend und stärkt unsere Psyche.

Kein anderer Duft berührt unser Herz so stark – nicht umsonst ist sie das Symbol der Liebe.

Ringelblumen: freudig-leuchtende Sonnenkraft​

Es sind die Flavonoide, die den Blüten ihre fröhlich-sonnigen Farben verleihen: hell-gelb wie die Morgensonne bis dunkel-orange wie die Abendsonne.

Flavonoide sind mehr als nur Farbstoffe in den Blütenblättern. 

Obwohl es sich hier um eine große Wirkstoffgruppe handelt, so ist ihnen eines gemein: Pflanzen mit Flavonoiden wirken antioxidativ.

Das heißt, sie schützen vor Stress und schädlichen Umwelteinflüssen.

In der Teemischung vermag die Ringelblume uns vor Erkältungen bewahren und schmückt sie mit fröhlich gelben Tupfern.

Ringelblume

#4 Kalt duschen - Warmduscher*in war gestern

“Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel”.

Mit dieser Weisheit pflegte der “Urvater der kalten Dusche” Sebastian Kneipp seinerzeit Patient*innen zu Wasserkuren zu motivieren.

Bis vor kurzem hätte ich als Warmduscherin niemals daran gedacht das kalte Wasser aufzudrehen.

Allerdings sind die Argumente für den “Kaaaaaaaaahhhhhaaaaaalt-Moment” erdrückend:

  • Das kühle Nass fördert die Durchblutung. Das trainiert den Körper, sich selbst aufzuwärmen und öffnet die Gefäße.
  • Stärkt das Immunsystem und sorgt dafür, dass Viren und Bakterien an uns abprallen. Wir werden widerstandsfähiger.
  • Ist der Wachmacher Nummer 1. Kaltes Wasser belebt Körper und Geist.
  • Gut für Haut und Haare. Kühles Wasser läßt den natürlichen Schutzfilm der Haut intakt, denn es verschließt die Poren von Haut und Haaren. Falten und Spliss ade!
  • Kalt Duschen senkt den Stress-Level. Das kalte Wasser stärkt nicht nur Gefäße, sondern auch die Nerven.
  • Kostet fast nix und ist kaum Aufwand.

Wichtig: zu Beginn muss der Körper warm sein. Hinterher gut abtrocknen und gleich in kuschelige Klamotten schlüpfen.

MON COURAGE Tipp:

Für das Kältetraining täglich kalt duschen. Mit 10 Sekunden einsteigen und jeden Tag um 5 Sekunden steigern. So schaffst du es auf 2 Minuten!

#5 Massage zum Selbermachen - zu Hause entspannen

Massagen fühlen sich gut an. 

Der Körper entspannt, wir werden insgesamt ruhiger.

Es ist ein Moment der Achtsamkeit und eine geniale Methode gegen Stress.

Es muss nicht gleich ein teurer Besuch in der Therme oder einem Wellness-Hotel sein.

Genauso wohltuend ist die “kleine Variante”.

Solarplexus-Massage am Fuß selbst gemacht

Solarplexus Fußreflexzone Massage

Klingt kompliziert? Ist aber kinderleicht. 

Der Solarplexus – auch Sonnengeflecht genannt – ist ein Nervengeflecht zwischen Brustbein und Nabel. Es steuert die Magen- und Darmmuskulatur und reagiert empfindlich auf Stress.

Nicht umsonst schlagen uns schlechte Nachrichten “auf den Magen”.

Umgekehrt können wir unser Wohlbefinden steigern, indem wir entspannend auf den Solarplexus einwirken.

Der Fuß ist aufgeteilt in verschiedene Zonen, die mit unseren Organen und weiteren Körperbereichen in Verbindung stehen – sogenannte Reflexzonen.

Die Solarplexuszone liegt im oberen Drittel der Fußsohle genau mittig zwischen Groß- und Kleinzehballen.

So funktioniert die Massage:

Beide Füße heranziehen, mit den Händen halten und beidseitig den Daumen auf die Solarplexuszone legen. 

Es ist mehr ein Griff als eine Massage, der bis zu 3 Minuten ohne Druck gehalten wird.

Ruhig atmen und entspannen.

MON COURAGE Tipp:

Die Solarplexus-Massage ist eine wunderbare Einschlafhilfe für Kinder.

#6 Ernährung - Mood-Food gegen miese Laune

Der Herbst ist da und mindestens 4x täglich schreit mein Körper nach Schokolade. 

Und ich weiß: das wird noch schlimmer. Wenn die Weihnachtsmarkts-Mandeln, die Lebkuchenherzen und der Glühwein dazukommen. Ganz zu schweigen von Plätzchen und Keksen aller Art.

Dabei ist das Gift für den wintermüden Stoffwechsel.

In dieser Zeit unterstützen wir unseren Körper besser mit Lebensmitteln, die nicht noch zusätzlich belasten und träge machen.

Empfohlen werden Bananen, Ananas, Datteln, Feigen, Avocados, Nüsse, Haferflocken…

Und Gewürze, die uns “Feuer unterm Hintern” machen: Ingwer, Chili, Pfeffer und Zimt.

Als Faustregel für positives Mood-Food gilt: die winterliche Ernährung sollte vor allem reich an Eisen, Kalium und Magnesium sein.

Eisen

Eisen ist notwendig für die Blutbildung. Wenn die Eisenspeicher gut gefüllt sind, sind wir voller Energie. 

Rosinen, Trauben, rote Beete, Rotkohl, Feldsalat: alles prima, um Eisenmangel zu vermeiden. 

MON COURAGE Tipp:

Die Brennnessel ist das wirkungsvollste heimische Superfood. Um deinen Eisenspeicher aufzufüllen mische getrocknete Brennnesselblätter mit gerösteten Brennnesselsamen und Sesam. Streue es über dein Müsli, Salat oder Smoothie.

Kalium

Birnen, Pflaumen, grüne Bohnen, Erbsen, Karotten, Kartoffeln, Grünkohl, Sojabohnen, Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln…

Die Liste an kaliumreichen Lebensmitteln ist abwechslungsreich.

Gut für uns, denn Kalium ist der wichtigste Mineralstoff für unser Nervensystem.

Magnesium

Eine echte Wunderwaffe! Magnesium wird durch seine enge Beziehung zum Licht eine antidepressive Wirkung zugesprochen. Der Mineralstoff gilt als perfektes Mittel zum Stressabbau. Nicht zuletzt, weil er hilft, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten.

Das “Mineral der inneren Ruhe” finden wir in Nüssen, Hafer, Vollkornreis, Gurken und Rettich.

Mir macht die Liste Lust, endlich was Ausgefalleneres zu kochen – neue Geschmacksrichtungen anzutesten.

#7 Tanz dich glücklich oder “Das Glitzern von innen”

Nichts ist so mächtig für das Gefühl der Lebensfreude wie das Tanzen. 

Egal, ob allein in der Küche oder mit Leuten um uns herum.

Tanzen ist der ultimative Wellbeing-Booster. 

Und der Winterblues bekommt so richtig schön was zwischen die tristen Wochentage geknallt. 

Let the dark days come. Wir sind bereit!

Versand VerpackungCategoriesUncategorized

VERSAND VERPACKUNG

VERSAND
VERPACKUNG

Eine verantwortungsvolle Herausforderung.

FAKTEN
CHECK

Der Onlinehandel floriert. Und damit steigt die Anzahl der Warensendungen jedes Jahr kontinuierlich an. 

Obwohl wir uns über die Nachhaltigkeit der bestellten Artikel zunehmend Gedanken machen, bleibt das Thema bei Versandverpackungen auf der Strecke.

Höchste Zeit für einen MON COURAGE Faktencheck!

Und natürlich erfährst du in diesem Artikel auch, wie unser Beitrag zu einer nachhaltigen Versandverpackung konkret aussieht.

LOGISTIK
PARTNER

Heute bin ich auf der Suche nach einem passenden Logistikpartner. 

Ich will in Ruhe vergleichen, abwägen, die beste Lösung für MON COURAGE finden.

Doch so langsam werde ich nervös.

„Entscheiden Sie sich früh genug, denn ab November nehmen wir keine neuen Kunden auf – da bereiten wir alles für den Weihnachtsversand vor“.

Klar. Weihnachten=Paketflut.

Aber da will ich mehr wissen….

ZAHLEN
CHECK

895.000 Tonnen Versandverpackungen aus Papier, Pappe, Karton oder Kunststoff verbrauchen wir laut GVM (Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung) jährlich.

Tendenz steigend.

Als Versandverpackung zählt dabei jede Verpackung, die zusätzlich zur eigentlichen Produktverpackung (Primärverpackung) eingesetzt wird.

Kein Wunder, dass Paketdienste und Logistikunternehmen permanent am Limit arbeiten.

12 MIO
TÄGLICH

Laut Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) ist die Zahl der Sendungen 2018 auf über 3,5 Milliarden gestiegen – das entspricht fast 12 Millionen Sendungen pro Zustelltag. 

Klingt nach Guinessbuch der Rekorde und tatsächlich liegt Deutschland mit 4,1, Milliarden verschickten Paketen auf Rang 5 weltweit.

ONLINE
HANDEL

Als Verursacher dieser Paketflut wird gemeinhin das Onlineshopping identifiziert.

Verpackungsmüll, Retouren und die damit verbundenen Transportwege sind wahre Ressourcen-  und Energiefresser.

Trotzdem zeigen Studien, dass das Kaufen im Laden bezogen auf die CO2-Emissionen keineswegs besser abschneidet. 

Denn das Einkaufen im Netz ist bei Lagerung und Kommissionierung effizienter als beim stationären Handel.

Hier muss nämlich noch die Fahrt des Konsumenten zum Geschäft und der hohe Stromverbrauch für das Ladengeschäft berücksichtigt werden.

Werden allerdings die Retouren im Onlinehandel vernichtet, ist es vorbei mit der Nachhaltigkeit. 

Leider geschieht das noch in viel zu vielen kommerziellen Shops. 

So berichtet Greenpeace, dass Amazon noch immer Neuware vernichtet. Obwohl es seit 2020 sogar ein Gesetz gegen diese Form der Ressourcenverschwendung gibt.

Nur wird diese sogenannte Obhutspflicht von den Behörden aktuell weder kontrolliert noch bestraft.Das bedeutet: sowohl bei Verpackung als auch beim Versand sind innovative Ideen gefragt, um den Online-Handel so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten.

RECYCLING
KARTON

Erfreulicherweise machen immer mehr Shops Nachhaltigkeit zu ihrer Herzenssache. Bisher spielt die Verpackung eines Produktes aber eine eher untergeordnete Rolle. 

Dabei gibt es so einfache wie geniale Ideen: 

Artikel in gebrauchten Kartons verschicken. 

Möglichst ohne zusätzliches Füllmaterial und unnötige Umverpackungen. 

Das sieht vielleicht von außen manchmal nicht mehr ganz so hübsch und ordentlich aus – um den Zustand des Inhalts muss man sich aber in den seltenstens Fällen Gedanken machen.

Zugleich wächst die Zahl der nachhaltigen Varianten. So kommt recycelte Pappe genauso zum Einsatz wie ressourcenschonende und nachwachsende Rohstoffe wie Gras-  oder Zuckerrohrfaser, Holz und Stroh.

Übrigens aus eher außergewöhnliche Materialien wie Algen und Pilze können mittlerweile Verpackungsmaterialien hergestellt werden.

Ein entscheidender Faktor bei allen Möglichkeiten ist, wie gut die Verpackung entsorgt werden kann. 

Ob beispielsweise eine Recyclingstruktur besteht.

Ein Mehrwegsystem für Versandverpackungen flächendeckend zu etablieren, war bisher noch nicht möglich. 

Tolle Forschungsprojekte wie das praxPack-Projekt haben sich aber genau das als Ziel gesetzt.

Erste Shops testen aus recyceltem Kunststoff hergestellte Mehrwegversandtaschen von RePack in der Praxis. Endkund*innen können diese einfach über die Post wieder zurücksenden.

Die Ökobilanz kann sich sehen lassen: gegenüber herkömmlichen Versandverpackungen ist mit diesen Mehrwegversandverpackungen möglich bis zu 80 Prozent CO2 und 96 Prozent Müll einzusparen.

Denn Mehrwegversandverpackung bedeutet in der Regel einen geringeren Ressourceneinsatz und hilft logischerweisen anfallenden Müll zu reduzieren.

KLIMA
NEUTRAL

Wie hoch die Emissionen sind, die ein Paket insgesamt verursacht, hängt natürlich nicht nur von der Verpackung, sondern auch vom Versand  – genauer gesagt von den Versandwegen – ab.

Wird das Paket mit dem Fahrrad oder einem Zustellfahrzeug transportiert? Hat das Auto Elektroantrieb oder Dieselmotor? Welchen Weg nimmt es am Ende genau?

All diese Fragen, können wir heute (noch) nicht ausschlaggebend beeinflussen.

Im Grunde bedeutet der Begriff klimaneutral versenden erst einmal nur, dass durch das Produkt die Menge an klimaschädlichen Gasen in der Atmosphäre nicht erhöht wird.

Übrigens: die Größe und das Format der Verpackung sollte dem Inhalt entsprechen. Das spart nicht nur Verpackungs- und Füllmaterial, sondern auch wertvollen Platz während des Transports.

Das hilft beförderungsbedingte CO2-Emissionen zu verringern und in einem gewissen Maß auszugleichen.

GOLDENE
REGEL

Wir, bei MON COURAGE, haben eine goldene Regel aufgestellt:

OHNE SCHNICK-SCHNACK

Wir verpacken den MON COURAGE STICK so klein wie möglich:

Das bedeutet, du bekommst eine Versandtasche vom Briefträger deines Vertrauens geliefert. 

Das ist so, weil wir bewusst auf Kartons und damit auf die Lieferung durch einen Paketboten verzichten.

Das spart Platz beim Transport und zusätzliche Wege.

Up to date sein ist für uns übrigens selbstverständlich. Neugierig verfolgen wir daher innovative Ansätze wie das praxPack-Projekt.

Wir verpacken den MON COURAGE STICK so leicht wie möglich:

Getreu unserer goldenen Ohne Schnickschnack-Regel haben wir uns für eine plastikfreie Verpackung OHNE werbewirksame “Unpacking”- Features entschieden.

Unser Credo: so wenig wie möglich, so viel wie nötig um das Produkt zu schützen. 

Wir versenden den MON COURAGE STICK klimaneutral:

Wir haben die Option “GoGreen” bei der Deutschen Post gewählt.

So leisten wir für jede unserer Sendungen einen Beitrag zur Klimaneutralität des Versandweges.

Wir versenden den MON COURAGE STICK von Köln aus:

In Köln ist der Sitz unserer Produktion und es ist nur ein Katzensprung bis zum nächsten Briefzentrum der Post. Das verkürzt den “ersten Teil” des Weges bereits enorm. 

Ein weiterer Pluspunkt: die zentrale Lage von Köln in der Mitte Deutschlands.

NACHHALTIGE
ZUKUNFT

Wahrscheinlich hast du beim Lesen des Artikels bemerkt: 

was die Nachhaltigkeit im Verpackungs – und Versandwesen angeht, stecken wir noch in den Kinderschuhen.

Doch es gibt erfreulicherweise viele innovative Ideen und Projekte, die auch entsprechend gefördert werden.

Du möchtest auch einen Beitrag leisten?

Dann spare Verpackung und hilf die Zustellwege zu verkürzen.

Wie?

Organisiere eine Sammelbestellung!

Werde einfach zu unserem digitalen MON COURAGE “Tante Emma Laden” und bestelle für deine Freund*innen mit.

Das Tolle: den Stick bekommt ihr dann alle sogar noch günstiger! Schreibe uns einfach an

PARTNER HERMANN KOCH 500X500 3CategoriesUncategorized

HERMANN KOCH

HERMANN
KOCH

Der Gigant unter den Herstellern von Kosmetikverpackungen mit einem Herz für StartUps.

BIG
PLAYER

“Gewaltig!“, denke ich, als ich bei Coburg auf das Firmengelände von HERMANN KOCH fahre. Meterhohe Silos ragen in den wolkenverhangenen Himmel. Reihenweise Lagerhallen. Geschäftiges Treiben. Schnell weiche ich einem LKW aus.
Mir wird klar: hier werden Kosmetikbehälter millionenfach produziert.

Mit über 100 Jahren ist Hermann Koch ein alter Hase in der Verpackungsindustrie. 1914 vom gleichnamigen Gründer als Metallwarenfabrik gegründet, wurde das Unternehmen durch die Produktion der berühmten NIVEA-Dose bekannt. Heute verarbeitet die in HK Cosmetics umbenannte Firma nur noch Kunststoffe.

HELPING
HAND

Als Gründerin eines vergleichsweise kleinen StartUps benötige ich zunächst nur eine überschaubare Anzahl Verpackungen. Normalerweise bezieht man diese über Zwischenhändler:innen. Aber bei Hermann Koch hatte ich das Glück auf Kenny zu treffen. Er verstand meine Vision der multifunktionalen Kosmetik in praktischer Stickform sofort. Für unseren Markttest 2020 plünderte er kurzerhand das Lager und verkaufte uns 400 Stickbehälter – obwohl die Mindestabnahmemenge bei 10 000 Stück liegt.

PLASTIK
KUNDE

Heute treffe ich Kenny vor Ort. Er strahlt mich an. Stolz vor sich aufgebaut: eine Kosmetikdosen-Pyramide aus unterschiedlichsten Kunststoffen. Polypropylen, PCR, Purpolen, Sulapac. Materialkunde steht auf dem Programm. Sein Metier. Ich seufze. Und verstehe schnell: Bioplastik ist nicht gleich Bioplastik. Die Thematik ist komplex und wider Erwarten spannend! Genauso wie die Besichtigung der gesamten Produktionskette. Hermann Koch fertigt von A bis Z: von den Werkzeugen bis hin zum Bedrucken der Kosmetikbehälter. Kenny zeigt und erklärt mir alles mit einer unerwarteten Offenheit.

WERKZEUGE
AUS STAHL

Wir sind in der Werkzeughalle. Wer, wie ich, bei dem Wort “Werkzeug” an Hammer und Zange denkt, wird hier eines Besseren belehrt. Stahlzylinder in allen Größen – manche bis zu einer Tonne schwer – füllen Regale und Paletten. Das sind die Spritzgussformen – oder Werkzeuge -, in die flüssiger Kunststoff eingespritzt wird. Um große Serien zu produzieren sind Präzision und Stabilität unabdingbar. Das bedeutet, selbst die kleinste Änderung ist extrem aufwendig zu realisieren. Wollen wir Kosmetiktiegel mit einer glänzenden oder matten Oberfläche? Solche oder ähnliche Fragen klären wir wohl besser im Vorfeld.

FARBEN
FROH

In der Produktionshalle bietet sich mir ein anderes Bild. Vollautomatische Produktionsstraßen spucken fertig gepackte Kartons mit montierten Kosmetikdosen aus. Das Kunststoffgranulat wird durch Rohre direkt vom Lager im Keller bis zu den Maschinen geführt. Damit wir Konsumenten am Ende schöne bunte Kosmetikprodukte in unserem Badezimmer stehen haben, wird dieses Granulat mit Farbpigmenten gemischt. Im Keller reihen sich die tollsten Farbtöne aneinander. Es scheint kein Wunsch offen zu bleiben.

KNOW-HOW
SELLS

Auf unserem Streifzug durch die Produktionsstätte erzählt Kenny von sich. Er ist jünger als ich erwartet habe. Wie viele seiner Kollegen kommt er als Lehrling zu Hermann Koch. Er lernt mit CNC-Fräsen umzugehen, neue Werkzeuge zu fertigen oder Alte in Stand zu setzen. Ihm fehlt jedoch der Umgang mit Menschen. Umso glücklicher ist er, als er in den Verkauf wechseln kann. Kennys technisches Verständnis scheint die perfekte Grundlage für diesen Job zu sein. Kommen Kunden mit neuen Anforderungen, kann er die Machbarkeit sofort gut abschätzen. Wir unterhalten uns an diesem Tag über die MON COURAGE Vision: eine nachhaltigen Refill-Verpackung aus recycelten Rohstoffen.

NACHHALTIGE
ZUKUNFT

Mit soviel Hintergrundwissen, verstehe ich, was es bedeutet, den Stickbehälter von MON COURAGE zu produzieren. Mein Blick hinter die Kulissen macht mich aber auch nachdenklich. Es steckt so viel Liebe zum Detail in etwas scheinbar Banalem wie einer Kunststoffverpackung. Warum, frage ich mich, sind die gängigsten Kosmetiktiegel eigentlich auf Einwegnutzung ausgelegt? Wie können wir Lösungen entwickeln, damit wir die wertvollen Produkte nicht entsorgen müssen? Ich bleibe dran…

BLOG TANJA scaledCategoriesUncategorized

TANJA TRUÖL

TANJA
TRUÖL

Fotografin aus Leidenschaft, entfacht auf einer gemeinsamen Reise durch Indien.

INDIAN
INSPIRATION

Eng umschlungen hält Tanja ihre erste Spiegelreflexkamera und schläft langsam ein, als der Zug ruckelnd anfährt. Wir haben beide gerade die Schule hinter uns gebracht und ziehen zusammen in die große weite Welt hinaus. Die Wahl traf auf Indien, weil in der Heimat meiner Kindheit, Elfenbeinküste, ein Bürgerkrieg wütet. Vier Monate sind wir nun schon unterwegs, haben das Leben in den katholischen Klöstern in Kerala kennengelernt, mit Fischern die Hütte am Strand geteilt, das bunte Holi-Fest in Hampi mitgefeiert und alte Hippies am Strand von Gokarna kennengelernt. Nun zieht es uns weiter in den Norden. Unsere nächste Station heißt Udaipur, die Stadt der Maharajas. Hier werden wir die Einladung eines Tierpflegers annehmen und auf seinem Elefanten reiten, mit dem er gerade durch die Straßen spaziert.

PURE
HAPPINESS

Es vergeht kein Tag an dem wir nicht voller Eindrücke und Erlebnisse in unser Hostel zurückkehren. Der Tempel voller heiliger Ratten, die über unsere Füße laufen, die Kühe auf der Straße, die immer und überall Vortritt haben und natürlich die Begegnung mit den Menschen. Frauen, die in ihren bunten Saris anmutig auf der Baustelle arbeiten. Kinder, die uns lachend überall hin begleiten. Ein Rausch an Farben, Düften und Geschmäcker lässt uns auf einer permanenten Welle der Glückseligkeit surfen.

PASSION FOR
ART

Diese Reise quer durch Indien war der Grundstein für unsere Freundschaft und Tanjas ungebrochene Leidenschaft für die Fotografie. Nach unserer Rückkehr machte sie ein Orientierungsjahr an der Kunstschule Offenburg – mit dem gleichen Ergebnis: es bleibt bei der Fotografie. Dabei ist es genau diese Verbindung der Kunst und der Fotografie, die Tanjas Schaffen ausmacht. Ihr Blick für das Zusammenspiel der Farben, dem Aufbau des Bildes und das Spiel des Lichts ist einzigartig. Als Fotografenmeisterin beherrscht sie ihr Handwerk perfekt. Doch erst durch ihre künstlerische Ader, die ihr in die Wiege gelegt wurde, bekommen ihre Fotos das gewisse Extra.

COMPLETELY
NATURAL

Ihre Anfänge in der Reisefotografie während unserer Tour durch Indien prägen auch heute noch ihre Arbeitsweise. Selbst bei geplanten Shootings ist Tanja stets auf der Suche nach dem Authentischen und fängt die Persönlichkeit der Models ein. Sie arbeitet nur mit dem natürlichen Licht, was den Bildern ihre Wärme und Tiefe geben. Ihre Herangehensweise passt perfekt zu MON COURAGE und unserem Slogan “Completely Natural”. Die Models, Locations und Accessoires sind absolut authentisch. Wir arbeiten mit Camper:innen, Backpacker:innen und Wander:innen in ihrer gewohnten Umgebung.

 

HERZENS
SACHE

Die Herzensangelegenheit von Tanja ist, die Fotografie den jungen Menschen nahezubringen. Sie unterrichtet mittlerweile in der Kunstschule Offenburg, die sie selbst als Schülerin besucht hat. Dabei geht es ihr um mehr als die Technik der Fotografie und Bildbearbeitung. Ihre Schüler erlernen den Blick für Motive und das Vertrauen in ihre Intuition. Es geht ihr nicht um “das perfekte Bild”, sondern um den Prozess des kreativen Schaffens.

OPEN
CURIOSITY

Für MON COURAGE gehen wir wieder gemeinsam auf Reisen mit der Mission die Menschen hinter dem MON COURAGE Stick kennenzulernen und zu portraitieren. Es fühlt sich ein bisschen an wie damals in Indien. Wir ergänzen uns perfekt und vertrauen einander blind. Was uns verbindet ist eine unbändige Neugier und Offenheit. Die beste Voraussetzung für typische MON COURAGE Momente, die zu unvergesslichen Erlebnissen werden.

BLOG AROMAPLANTES scaledCategoriesUncategorized

AROMA PLANTES

AROMA
PLANTES

Unser Partner für die besten
ätherischen Öle. Im Herzen der
Provence

MARCHÉ
DE LAVANDE

Unterhalb des schönen Örtchens Sault mit dem Blick auf den Mont Ventoux liegt die Destillerie AromaPlantes. Ich hatte sie während eines Urlaubs 2017 per Zufall entdeckt. Damals wandelten wir auf der Spuren des Lavendels durch die Provence und an einem wunderschön sonnigen Tag fuhren wir durch Sault. Es war Markttag und es sollte der duftendste Markt meines Lebens werden. Überall wurden ätherische Öle verkauft – teilweise unter’m Ladentisch, weil die Gesetze in Frankreich den Verkauf einiger Öle verbieten. Zu dieser Zeit waren Öle für mich nichts anderen als Duftstoffe und ich ließ mich von meiner Nase lenken. Erst ein paar Jahr später sollte ich erfahren welch unglaubliche Wirkung ätherische Öle entfalten können und mit welcher Vorsicht sie zu behandeln sind. 

DUFT
PARADIES

Nachdem wir nun durch die Gässchen von Sault von Marktstand zu Marktstand schlenderten, zog es uns hinaus auf’s Land. Angelockt durch die Schilder von AromaPlantes kamen wir zu dieser malerischen Destille – in einem wunderschönen Natursteinhaus. Ich fühlte mich wie im Paradies: Regale gefüllt mit heimischen und exotischen ätherischen Ölen, Hydrolaten und allerlei duftenden Produkten. Voller Inspiration kam ich aus diesem Urlaub zurück und wenige Zeit später besuchte ich meinen ersten Naturkosmetikkurs. Aber das ist eine andere Geschichte.

ERNTE
TAG

Heute, im Juli 2021, kommen wir das erste Mal wieder zurück nach Sault. Unsere Mission: wir wollen an einer Lavendelernte teilnehmen und erleben wie das ätherische Lavendelöl produziert wird. Wir treffen Laurent. Er arbeitet seit einigen Jahren in dem kleinen Familienbetrieb. Am liebsten betreut er die Besucher und Einkäufer. Seine Begeisterung für die Pflanzen und ätherischen Öle kommen aus jeder Pore. Laurent empfängt uns gut gelaunt und erklärt was uns erwartet. Wir werden das Feld auf traditionelle Weise von Hand abernten. Mit einer Sichel und einem Tuch bewaffnet gehen wir auf das blühende Lavendelfeld. Das Tuch wird zu einem Sack gebunden, der die Ernte auf unserem Rücken beherbergt. Und dann geht es los. Pflanze um Pflanze ernten wir mit der Sichel die Blütenstängel ab. Angefangen in der Mitte des Lavendelbuschs geht es Büschel für Büschel im Kreis bis die Lavendelpflanze abgeerntet ist.

WASSER
DAMPF

Über 40 Kilo tragen wir zusammen. Um so viel Öl wie möglich zu destillieren werden die geernteten Blüten sofort zur Destille transportiert. Dort kommt sie in einen Kessel. Wir stampfen auf den Blüten um sie im Kessel zu verdichten – denn je länger der Wasserdampf braucht um durch das Pflanzenmaterial aufzusteigen, desto mehr ätherisches Öl wird aus der Blüte gelöst. Es ist ein bisschen wie das Zerstampfen von Weintrauben aus meiner Heimat am Kaiserstuhl – nur dass hier mich ein betörender Lavendelduft umfängt. Der Wasserdampf wird durch kühlende Rohre geleitet wo er kondensiert und in einen Bottich läuft. Es schießt nur so aus dem Rohr. Laurent testet in regelmässigen Abständen wie viel ätherisches Öl der Wasserdampf mit sich bringt. Dabei füllt hält er eine Glasflasche unter den Wasserstrahl und schaut in der Flasche wieviel Öl noch oben schwimmt. Nach bereits 20 Minuten ist nur noch eine kleine Öl schicht in der Flasche zu sehen. Das Destillieren neigt sich dem Ende. Aus 40 kg konnten wir 300ml ätherisches Lavendelöl gewinnen.

WILD
SAMMLUNG

Abends lernen wir Regine kennen, die gerade aus ihrem Gemüsegarten kommt. Sie ist die Gründerin von AromaPlantes. Eine herzliche aufgeschlossene Dame, die uns die Geschichte von den Anfängen der Destille erzählt. In der 68ern lebte Sie mit ihrem Mann in Marseille. Doch die Großstadt machte sie ales andere als glücklich. Zu sehr vermissten sie die Nähe zur Natur. So beschlossen sie zurück in die Heimat zu ziehen und im Einklang der Natur zu leben. Sie begannen wildem Lavendel zu ernten und zu destillieren. Doch der wilde Lavendel war immer seltener zu finden. Denn die Wiesen der Wildkräuter werden nach und nach von Büschen und Bäumen zurückerobert. Früher zogen Hirten mit ihren Schafen über’s Land und hielten die Wiesen frei. Durch intensive Nutztierhaltung verschwinden die Schäfer und damit auch der wilde Lavendel.

BIO
PIONIERE

Auf der Farm der Schwiegereltern fingen sie mit dem Lavendelanbau an – von Beginn an achteten sie auf Bioanbau. Das waren die 68er und der Bioanbau war unsere Form der Revolution” erzählt sie uns mit leuchtenden Augen. Maschinen gab es damals keine – alles wurde von Hand gepflanzt, geerntet und destilliert. Das Destillieren von Blüten ist eine Saisonarbeit. Um in den anderen Jahreszeiten auch destillieren zu können, kamen nach und nach weitere Pflanzen hinzu. Besonders Nadelbäume eignen sich gut für die Destillierung in den Wintermonaten. Dabei verwenden sie die Holzabfälle (Äste und Nadeln) von Fichten, Pinien und Zedern aus der Region.

Vor ein paar Jahren hat ihr Sohn Guillaume die Destille übernommen und weiter ausgebaut. Heute werden hier 30 verschiedene Öle destilliert und eigene Kosmetik hergestellt.
Doch Lavendel ist und bleibt die größte Leidenschaft der Gründerin. Sie wurde „im Lavendel geboren“ sagt sie, mit einem Lächeln.