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HERMANN KOCH

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HERMANN
KOCH

Der Gigant unter den Herstellern von Kosmetikverpackungen mit einem Herz für StartUps.

BIG
PLAYER

“Gewaltig!“, denke ich, als ich bei Coburg auf das Firmengelände von HERMANN KOCH fahre. Meterhohe Silos ragen in den wolkenverhangenen Himmel. Reihenweise Lagerhallen. Geschäftiges Treiben. Schnell weiche ich einem LKW aus.
Mir wird klar: hier werden Kosmetikbehälter millionenfach produziert.

Mit über 100 Jahren ist Hermann Koch ein alter Hase in der Verpackungsindustrie. 1914 vom gleichnamigen Gründer als Metallwarenfabrik gegründet, wurde das Unternehmen durch die Produktion der berühmten NIVEA-Dose bekannt. Heute verarbeitet die in HK Cosmetics umbenannte Firma nur noch Kunststoffe.

HELPING
HAND

Als Gründerin eines vergleichsweise kleinen StartUps benötige ich zunächst nur eine überschaubare Anzahl Verpackungen. Normalerweise bezieht man diese über Zwischenhändler:innen. Aber bei Hermann Koch hatte ich das Glück auf Kenny zu treffen. Er verstand meine Vision der multifunktionalen Kosmetik in praktischer Stickform sofort. Für unseren Markttest 2020 plünderte er kurzerhand das Lager und verkaufte uns 400 Stickbehälter – obwohl die Mindestabnahmemenge bei 10 000 Stück liegt.

PLASTIK
KUNDE

Heute treffe ich Kenny vor Ort. Er strahlt mich an. Stolz vor sich aufgebaut: eine Kosmetikdosen-Pyramide aus unterschiedlichsten Kunststoffen. Polypropylen, PCR, Purpolen, Sulapac. Materialkunde steht auf dem Programm. Sein Metier. Ich seufze. Und verstehe schnell: Bioplastik ist nicht gleich Bioplastik. Die Thematik ist komplex und wider Erwarten spannend! Genauso wie die Besichtigung der gesamten Produktionskette. Hermann Koch fertigt von A bis Z: von den Werkzeugen bis hin zum Bedrucken der Kosmetikbehälter. Kenny zeigt und erklärt mir alles mit einer unerwarteten Offenheit.

WERKZEUGE
AUS STAHL

Wir sind in der Werkzeughalle. Wer, wie ich, bei dem Wort “Werkzeug” an Hammer und Zange denkt, wird hier eines Besseren belehrt. Stahlzylinder in allen Größen – manche bis zu einer Tonne schwer – füllen Regale und Paletten. Das sind die Spritzgussformen – oder Werkzeuge -, in die flüssiger Kunststoff eingespritzt wird. Um große Serien zu produzieren sind Präzision und Stabilität unabdingbar. Das bedeutet, selbst die kleinste Änderung ist extrem aufwendig zu realisieren. Wollen wir Kosmetiktiegel mit einer glänzenden oder matten Oberfläche? Solche oder ähnliche Fragen klären wir wohl besser im Vorfeld.

FARBEN
FROH

In der Produktionshalle bietet sich mir ein anderes Bild. Vollautomatische Produktionsstraßen spucken fertig gepackte Kartons mit montierten Kosmetikdosen aus. Das Kunststoffgranulat wird durch Rohre direkt vom Lager im Keller bis zu den Maschinen geführt. Damit wir Konsumenten am Ende schöne bunte Kosmetikprodukte in unserem Badezimmer stehen haben, wird dieses Granulat mit Farbpigmenten gemischt. Im Keller reihen sich die tollsten Farbtöne aneinander. Es scheint kein Wunsch offen zu bleiben.

KNOW-HOW
SELLS

Auf unserem Streifzug durch die Produktionsstätte erzählt Kenny von sich. Er ist jünger als ich erwartet habe. Wie viele seiner Kollegen kommt er als Lehrling zu Hermann Koch. Er lernt mit CNC-Fräsen umzugehen, neue Werkzeuge zu fertigen oder Alte in Stand zu setzen. Ihm fehlt jedoch der Umgang mit Menschen. Umso glücklicher ist er, als er in den Verkauf wechseln kann. Kennys technisches Verständnis scheint die perfekte Grundlage für diesen Job zu sein. Kommen Kunden mit neuen Anforderungen, kann er die Machbarkeit sofort gut abschätzen. Wir unterhalten uns an diesem Tag über die MON COURAGE Vision: eine nachhaltigen Refill-Verpackung aus recycelten Rohstoffen.

NACHHALTIGE
ZUKUNFT

Mit soviel Hintergrundwissen, verstehe ich, was es bedeutet, den Stickbehälter von MON COURAGE zu produzieren. Mein Blick hinter die Kulissen macht mich aber auch nachdenklich. Es steckt so viel Liebe zum Detail in etwas scheinbar Banalem wie einer Kunststoffverpackung. Warum, frage ich mich, sind die gängigsten Kosmetiktiegel eigentlich auf Einwegnutzung ausgelegt? Wie können wir Lösungen entwickeln, damit wir die wertvollen Produkte nicht entsorgen müssen? Ich bleibe dran…