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Bergamotte

BERGAMOTTE

MON COURAGE Pflanzenwissen

Ein Duft der an einen taufrischen, sonnigen Morgen erinnert: Bergamotteöl wirkt belebend, entspannend und stimmungsaufhellend und gilt als Geheimtipp für die dunkle Jahreszeit.Trotzdem ist die Frucht bei uns weitgehend unbekannt und selten in den Supermarktregalen zu finden.

Warum das so ist und was die Bergamotte so besonders macht, erfährst du in diesem Artikel.

 

#1 Was ist eine Bergamotte?

Die Bergamotte bezeichnet eine Gruppe der Zitruspflanzen. Als Hybride entstehen sie entweder aus einer Kreuzung zwischen Süßer Limette und Bitterorange oder zwischen Bitterorange und Zitronatzitrone.

Verwirrenderweise gibt es noch eine ältere Gruppe von Birnen, die ebenfalls als Bergamotte bezeichnet werden. Die Forschung vermutet, dass die Zitrusfrüchte aufgrund der ähnliche Form nach diesen Birnen benannt wurden.

Der ursprüngliche Name meint besagte Birnensorte und soll auf das osmanisch-türkische “beg armudi” zurückgehen. Das bedeutet “Herren-” oder “Prinzenbirne”.

Erst ab dem späten 17. Jahrhundert bezeichnet das als bergamotta ins Italienische übernommene Wort die heutige Zitrusfrucht.

Bergamottenbaum

#2 Bergamotte - die Herkunft bleibt ein Geheimnis

Um die Herkunft der Bergamotte ranken sich viele Geheimnisse. Obwohl bereits im 17. Jahrhundert beschrieben, ist die genaue Heimat des empfindlichen Baumes nicht bekannt.

Wahrscheinlich stammt er aus Indien, wo die Bergamotte heute noch in kleinen Mengen angebaut wird. Anderen Vermutungen zufolge, hat Kolumbus die Frucht von den Kanaren nach Italien eingeführt.

Eines steht jedoch fest: Aufgrund ihrer ausgezeichneten Qualität wird die italienische Bergamotte besonders geschätzt. Auf einem circa 100 Kilometer langen Küstenstreifen wird sie in der Region Kalabrien angebaut. Nur die dort herrschenden perfekten klimatischen Bedingungen und die exzellente Bodenbeschaffenheit lassen die Früchte gedeihen. Die kleinen Anbaugebiete treiben übrigens den Preis des sogenannten “grünen Goldes” zusätzlich in die Höhe.

#3 Bergamotte - ein immergrüner Baum

Limette, Zitrone, Orange und Bergamotte  – sie alle wachsen an einem immergrünen Baum, der im Frühjahr blüht. Der bis zu fünf Meter hohe Bergamotte-Baum trägt zu dieser Zeit ein Meer reinweißer Blüten.

Erst spät im Jahr reift das Obst. Die Ernte der 100 bis 200 Gramm schweren, zitronengelben Frucht erfolgt von November bis März. Um einen Liter Bergamotteöl herzustellen, werden 200 Kilogramm Früchte benötigt.

‘Castagnaro’, ‘Femminello’ und ‘Fantastico’ – diese wohlklingenden Namen bezeichnen die drei gängigen Bergamotte-Sorten. 

Die Älteste, Castagnaro, wurde im 18. Jahrhundert eingeführt. Sie wechselt zwischen ertragreichen und ertraglosen Jahren. Fantastico produziert besonders viel ätherisches Bergamotteöl und das Öl der Femminello-Sorte gilt als das qualitativ Hochwertigste.

#4 Wo Bergamotte zum Einsatz kommt

Der Anbau der Bergamotte erfolgt vor allem zur Gewinnung des ätherischen Öls. In der Aromatherapie und für die Parfümindustrie spielt das wertvolle, frisch und herb duftende Öl eine große Rolle. 

Die Essenz des Bergamotteöls setzt sich aus über dreihundertfünfzig verschiedenen Aromen zusammen. Enthalten ist beispielsweise Linalool, welches in Lavendel und Koriander vorkommt. Jasmon ist für den zitronig-sinnlichen Duft verantwortlich. Im Vergleich zur Bergamotte sind andere Duftstoffe weit weniger komplex. 

Als Lebensmittel wird die Bergamotte jedoch selten verwendet. Roh ist sie nicht essbar. Das grünliche Fruchtfleisch schmeckt äußerst sauer und leicht bitter und lässt sich nur schwer von der Schale lösen. In geringen Mengen kann man Bergamotte aber durchaus genießbar machen.

So aromatisieren Engländer ihren weltberühmten EarlGrey-Tee mit Bergamotte und auf Sizilien werden die Früchte kandiert und als Beilage zu den Mahlzeiten gereicht. In Frankreich und der Türkei gelten Bonbons und Marmelade aus Bergamotte aufgrund ihres unverwechselbaren Geschmacks als Spezialität.

Einige Kosmetikprodukte, wie Duschgels, Seifen und Deodorants, beinhalten synthetisches Bergamotteöl. Enthält ein Erzeugnis echtes Bergamotteöl, trägt es die Aufschrift Citrus Aurantium Bergamia (Bergamot) Peel Oil.

#5 Warum Bergamotteöl grün sein sollte

Natürliche Zitrusöle tragen die sonnigen Farben ihrer Schalen und sind gelb bis orange. 

Sie stammen aus Kaltpressung. Bei der Bergamotte werden für das Produktionsverfahren die grünen Schalen unreifer Früchte verwendet. Das gewonnenen Öl weist daher eine grünliche Färbung auf.

Die Farbe ist der größte Unterschied zu anderen ätherischen Ölen. So sind beispielsweise die aus Blüten durch Wasserdampfdestillation gewonnenen Öle farblos.

#6 Wirkweise & Anwendung

Die enthaltenen Cumarine (vor allem Furocumarine) beeinflussen die Ephiphyse (Zirbeldrüse). Sie bringt unseren Biorhythmus in Einklang mit den rhythmisch jahreszeitlich bedingten Vorgängen in der Natur. 

Bereits geringe Konzentrationen beeinflussen den Serotoninhaushalt positiv und mildern Stimmungstiefs und Ängste.

Bergamotte vermittelt Geborgenheit und Vertrautheit und wirkt stimmungsaufhellend, ausgleichend und belebend. 

Wissenschaftliche Studien von Professor Paolo Rovesti an der Universität Mailand bestätigen die nervenentspannende Wirkung des Bergamotteöls. 

Die Auswirkungen psychischen und physischen Stresses werden vermindert.

Das Bergamotteöl ist aufgrund der Inhaltsstoffe Linalylacetat und Linalool dem Lavendel sehr ähnlich. 

Es ist ebenso mild und hautfreundlich, aber aufgrund der enthaltenen Furocumarine nicht so vielfältig einsetzbar.

Denn die enthaltenen Furocumarine erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensibilisierung) und können zu Pigmentflecken bis hin zu allergisch-entzündlichen Hautreaktionen führen.

Bei einer Dosierung von 4-6 Tropfen Bergamotte in 100 ml Trägeröl (Mandel- oder Jojobaöl), entsteht jedoch ein hervorragendes Haut – und Massageöl, welches bedenkenlos angewendet werden kann. 

Mittlerweile gibt es sogar furocumarinfreies Öl: die sicherste Variante für die Haut.

Ob das Öl in diesem Fall seine stimmungsaufhellende Wirkung behält, wird in der Forschung aktuell diskutiert.

QUELLEN: 

Werner, Monika und Ruth von Braunschweig, Praxis Aromatherapie. Grundlagen, Steckbriefe, Indikationen. 2016

Bäumler, Siegfried, Heilpflanzenpraxis Heute. Arzneipflanzenporträts. 2021

Wasserdampfdestillierung ätherisches ÖlCategoriesUncategorized

Ätherische Öle

UMGANG MIT ÄTHERISCHEN ÖLEN

11 Dinge, die du über ätherische Öle wissen solltest!

Ein Winter, der nach Sommer duftet! Gibt’s nicht? Weit gefehlt.

Ätherische Öle sind stimmungsaufhellende Helfer, die für dich die Sonne im Gepäck haben.

Super, denkst du jetzt. Aber was ist überhaupt ein ätherisches Öl und wie wende ich das an? Wo kann ich es kaufen und wie lange hält es?

MON COURAGE beantwortet dir hier kurz & knapp die am häufigsten gestellten Fragen.

#1 Was ist ätherisches Öl?

Jede Pflanze, die duftet, enthält ätherisches Öl. 

Wir kennen das bei Blüten, wie die Rose oder der Jasmin. Ätherisches Öl kann auch in den Blättern stecken – wie bei der Melisse. Oder im Holz – wie bei der Latschenkiefer. Sogar in den Wurzeln – wie bei Vetiver. 

Anders ist das bei Früchten.

Die “duften” zwar, aber dieses Aroma zählt nicht zu den ätherischen Ölen.

Als Beispiel: es gibt keinen natürlichen Apfelduft – dieser ist stets synthetisch hergestellt.

Zitrusfrüchte machen allerdings eine Ausnahme: Ätherisches Öl finden wir in deren Schale.

Übrigens: Chemisch gesehen sind ätherische Öle sehr komplex.

Je nach Pflanze setzen sie sich aus der Gruppe der Terpene und sogenannter aromatischer Verbindungen zusammen. 

Jeder Inhaltsstoff hat seine spezifische Wirkung.

Erst das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe, macht die individuelle Eigenschaft jedes Öls aus.

Das Rosenöl besteht beispielsweise aus über 400 verschiedenen Inhaltsstoffen.  

#2 Warum heißt ätherisch ätherisch? Und nicht duftend oder heilend?

Fachsprachlich schreibt man “etherisches Öl”. 

Das bezeichnet den chemischen Charakter der ätherischen Öle – nämlich, dass sie flüchtig sind. 

Das kannst du dir so vorstellen: 

Ein Tropfen eines fetten Öls – wie das Sonnenblumenöl – hinterlässt auf deinem Pulli einen hartnäckigen Fettfleck. Ein Spritzer ätherisches Öl dagegen verflüchtigt sich (geht in Luft über). Davon siehst du bald nichts mehr.

#3 Wie stellt man ätherische Öle her?

Das kommt darauf an, in welchem Pflanzenteil das ätherische Öl steckt. 

Die meisten ätherischen Öle werden durch Wasserdampfdestillation hergestellt.

Oder wie bei Zitrusölen aus der Schale gepresst. Dort sind auch nicht-flüchtige Bestandteile –  wie Farbstoff – enthalten. 

Und dann gibt es noch das “Absolue”

Besonders empfindliche Blüten werden in Lösungsmittel (in der Regel Hexan) gegeben. Ätherische Öle, Wachse und Farbstoffe lösen sich aus den Blütenblättern. Nach dem Abdestillieren des Hexans bleibt die “Essence concrète” zurück. Noch die Wachse mit Alkohol entziehen und – voilà – fertig ist das “Absolue”. Ein edler Tropfen!

#4 Was bedeutet REINES ätherisches Öl?

Ätherische Öle sind in der Regel immer rein. 

Sonst dürften sie nicht als ätherisches Öl gehandelt werden.

Ein Blick aufs Etikett schadet jedoch nie.

Genauer hinsehen solltest du vor allem, wenn teure Öle günstig verkauft werden.

Auch ich habe meine Lektion gelernt:

Vor vielen Jahren in Bulgarien hielt ich ein hübsch verpacktes Öl mit starkem Rosenduft in den Händen. Vielleicht roch es ein wenig zu intensiv, doch der Preis war für das landestypische Öl einfach zu gut. Es wanderte in meinen Rucksack.

Erst zu Hause schaute ich mir die Inhaltsstoffe genauer an. Es waren synthetische Duftstoffe beigemischt. In diesem Fall sogar “Phthalate”. Das Umweltbundesamt warnt explizit vor diesen Stoffen, weil sie in unseren Hormonhaushalt eingreifen können.

Mein vermeintliches Schnäppchen: ein absoluter Fehlkauf!

#5 Wie wirken ätherische Öle?

Ätherische Öle wirken hauptsächlich über Haut und Nase.

Die Duftrezeptoren in der Nase sind direkt mit dem limbischen System – der Steuerzentrale unseres vegetativen Nervensystems – im Gehirn verbunden.

Dort sitzen unsere Gefühle und das Unterbewusstsein.

Wenn wir riechen, kommen uns die Emotionen und Erinnerungen in den Sinn, die wir mit diesem Duft verbinden. 

So können wir mit ätherischen Ölen positiv auf unseren Schlaf, unsere Stimmung, Schmerzempfinden und unseren Kreislauf einwirken.

Auch unsere Haut nimmt ätherische Öle auf und leitet sie weiter bis zu den Blutbahnen. 

Wusstest du, dass ätherische Öle schon wenige Minuten nach dem Auftragen auf die Haut im Blut nachweisbar sind?

Neben der Haut sind sämtliche Organe mit Duftrezeptoren ausgestattet. 

Die Wirkungen sind vielfältig – je nach Zusammensetzung des ätherischen Öls. Die einen regenerieren die Haut, andere stärken das Immunsystem und wieder andere sorgen dafür, dass Verkrampfungen sich lösen.

#6 Wie setze ich ätherische Öle ein?

Anwendung über die Haut:
Die ätherischen Öle mit einem fetten Trägeröl vermischen. Jojoba – oder Mandelöl eignet sich am besten.
Anwendung über die Nase:
Perfekt für dieses Verfahren: ein Diffusor. Wasser und 2-3 Tropfen ätherisches Öl hineingeben.

#7 Was sollte ich bei der Anwendung von ätherischen Ölen beachten?

Ätherische Öle sind stets mit Vorsicht einzusetzen. 

Diese hochkonzentrierten und hochwirksame Pflanzenextrakte bringen bei richtiger Dosierung Linderung. Rufen jedoch bei falscher Anwendung Komplikationen hervor.

Deshalb gilt die Faustregel: ätherische Öle NIEMALS pur verwenden – egal was andere im Internet schreiben. 

Es gibt keine “bessere Qualität”, welche die unverdünnte Anwendung ermöglichen.

Wenn du zu Allergien neigst (oder dir dessen nicht sicher bist), solltest du einen Verträglichkeitstest machen:

Ein paar Tropfen eines verdünnten(!) ätherischen Öl in die Ellenbeuge reiben. Bei einer allergischen Reaktion rötet sich die Stelle.

Ätherische Öle richtig dosieren:

Für Erwachsene: 2 Tropfen ätherisches Öl auf 10ml Trägeröl (Jojoba- oder Mandelöl)

Für Kinder ab 6 Jahren und Schwangere: 1 Tropfen ätherisches Öl auf 10ml Trägeröl

Hinweis: 10ml entsprechen 1 Esslöffel. Schwangere sollten die Wahl des richtigen Öls mit ihrer Hebamme besprechen.

Diese Öle gehören ausschließlich in die Hände erfahrener Aromatherapeuten:

  • Zimtöl
  • Nelkenöl
  • Salbeiöl
  • Poleiminze
  • Thuja
  • Bergbohnenkraut

Sie sind stark hautreizend und können allergische Reaktionen hervorrufen.

#8 Eignen sich ätherische Öle für Kinder?

Richtig dosiert (siehe oben) sind ätherische Öle wunderbar beruhigend. 

Bei Säuglingen sollte man lieber mit Hydrolaten (Pflanzenwasser) arbeiten. 

Ab 1 Jahr kann man mit bestimmten Ölen in sehr niedriger Dosierung beginnen. 

Folgende Öle sind tolle Kinderöle, die den Sandmann rufen:

  • Lavendel
  • Mandarine
  • Rose
  • Vanille
  • Rosenholz
  • Benzoe

#9 Wo kaufe ich ätherische Öle am besten?

Die schönste Art ätherische Öle zu kaufen ist direkt bei einer Destille. Eine Duftreise durch die Provence empfehle ich dir sehr. So fand ich AromaPlantes – unseren Lieferanten der ätherischen Öle, die im MON COURAGE Stick verarbeitet sind.

Du hast gerade keine Zeit zu reisen? Und die Versandkosten aus Frankreich sind dir zu teuer? Dann empfehle ich dir zum Einstieg Dragonspice (günstige Öle auch in Bioqualität), Taoasis, Primavera oder WADI

Für Österreich empfehle ich Feeling und in der Schweiz Farfalla.

Wenn du besondere, ausgefallenere Öle entdecken möchtest, gibt es nur eine Adresse: Maienfelser Naturkosmetik. Dieser kleine Familienbetrieb bei Heidelberg hat die größte Duftsammlung, die ich je gesehen habe! 

#10 Worauf kann ich beim Kauf achten?

Achte grundsätzlich auf Bioqualität – erkennbar an kbA (kontrolliert biologischer Anbau).

Ätherische Öle haben ihren Preis.

Führe dir vor Augen wie viele Pflanzen- und Blütenblätter es braucht um 1 ml ätherisches Öl zu extrahieren. Ein ganzer Wäschekorb Blütenblätter ist nicht mit Euro 2,50 bezahlt!

Die Preisunterschiede der verschiedenen Öle hängen übrigens damit zusammen, dass die Pflanze mehr oder weniger ätherisches Öl enthält.

Besonders kostbare Öle sind:

  • Rose
  • Jasmin
  • Melisse
  • Sandelholz
  • Zitronenverbene
  • Champaca  

Folgende Angaben solltest du auf dem Etikett finden:

  • 100% reines ätherisches Öl 
  • Sehr hochwertige Öle, wie das Jasminöl, werden in der Regel verdünnt verkauft. Konzentration und Verdünnungsmittel sollten angegeben sein (zum Beispiel: 4% Jasmin-Absolue, 96% Weingeist).
  • botanische Bezeichnung
  • Ursprungsland
  • Anbauweise (kbA)
  • Pflanzenteil (zum Beispiel Zypressen-Rinde oder Zypressen-Nadel)
  • Gewinnungsverfahren (Wasserdampfdestillation, kalt gepresst etc.)
  • Chargennummer
  • Haltbarkeit nach Öffnung

WARNHINWEISE AUF ETIKETTEN:

Auf den Etiketten finden sich unterschiedliche Warnhinweise, die teilweise zu Verwirrungen führen. Das hängt damit zusammen, dass ätherische Öle sowohl als Raumduft, Kosmetik oder Lebensmittel verkauft werden können. Die Gefahrenstoffverordnung richtet sich nach dem Anwendungsfall. So dass beim Raumduft der Hinweis zu finden ist, dass das Öl nicht auf die Haut dürfe – obwohl genau das gleiche Öl auch als Kosmetik verkauft werden darf. 

Finger weg von:

  • Aromaöl
  • Duftöl
  • naturidentische Öle

→ das sind synthetische Duftöle

#11 Wie lange sind ätherische Öle haltbar?

Für die  Haltbarkeit zählt die Zeit ab Öffnung.

Warum?

Weil die Reaktion mit Sauerstoff die Haltbarkeit beeinflusst.

Verschlossene Fläschchen können problemlos jahrelang aufbewahrt werden. Notier dir daher das erste Öffnungsdatum auf dem Fläschchen.

Apropos Aufbewahrung: weder in den Kühlschrank noch in die Sonne. Bei Zimmertemperatur in einem Schrank sind die ätherischen Öle gut aufgehoben.

Die Haltbarkeit der einzelnen Öle kommt auf deren chemische Zusammensetzung an: 

  • Zitrusöle, Nadelöle und Teebaumöl sind am kürzesten haltbar (bis ein Jahr nach Öffnung)
  • Blütenöle sind 3-5 Jahre haltbar
  • Rinden- und Wurzelöle sind ewig haltbar (und werden mit der Zeit sogar immer besser – wie ein guter Wein)

Bei den Ölen, die nicht lange haltbar sind, bietet es sich an sie in kleineren Mengen zu kaufen. Besonders das beliebte Teebaumöl sollte keinesfalls länger als ein Jahr nach der Öffnung verwendet werden. Es oxidiert, wodurch hautreizende Stoffe entstehen. 

Tipp: statt die “abgelaufenen” Öle wegzuschmeissen, verwende ich sie als Raumduft oder zum Putzen. Ein paar Tropfen ins Wischwasser und die Wohnung duftet herrlich frisch.

Tipps Winterblues StimmungsaufhellerCategoriesUncategorized

Natürliche Stimmungsaufheller

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7 natürliche Tipps gegen den Winterblues

Nass. Neblig. Windig.

Der Herbst ist da. 

Mit den Temperaturen sinkt deine Laune? 

Meine auch.

Der jahreszeitlich bedingte Bewegungs – und Lichtmangel macht schnell müde, unmotiviert und lustlos.

Nachdem ich jahrelang die Wintersaison nur noch ausgesessen habe, stelle ich mich jetzt mutig dem anklopfenden Winterblues entgegen!

In diesem Artikel verrate ich dir meine 7 Geheimwaffen gegen die saisonal bedingte Tristesse.

Ständig müde, erschöpft, melancholisch – das Tageslicht fehlt 

Morgens aus dem Bett und zur Arbeit fahren? Anstrengend. 

Nach dem Abendessen noch eine Runde nach draußen? Lieber auf die Couch.

Leute einladen? Zu viel Organisation.

Dinge, die wir im Frühling und Sommer begeistert tun, kosten uns in der zweiten Hälfte des Jahres Überwindung. Die dunklen Tage schlagen uns aufs Gemüt.

Allein sind wir damit nicht.

Laut einer Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov, spüren 59 % der Befragten den sogenannten „Winterblues“.

 

Frauen sind mit 70% stärker betroffen als Männer mit 60%.

Woher kommt der Winterblues im Herbst und Winter?

Morgens im Dunkeln aufstehen, zur Arbeit fahren. Den Tag in Räumen mit künstlichem Licht und gut beheizt. Am Abend – wieder im Dunkeln – zurück nach Hause. 

So sieht der Alltag für die meisten von uns im Winter aus.

Wenn weniger Tageslicht in unsere Augen fällt, schüttet unser Körper mehr Melatonin aus. 

Das macht uns so richtig schön schläfrig. Antriebslosigkeit inbegriffen.

Zusätzlich nimmt bei Lichtmangel auch noch die Produktion des Stimmungsaufhellers Serotonin ab.

Die Folge: Der veränderte Hormonhaushalt bringt unser seelisches Gleichgewicht durcheinander.

Pattern interruption

Bei so vielen negativen Hormon-Vibrations müssen wir unsere Happiness-Speicher aufladen. 

Gut, dass Herbst und Winter die Zeit des Innehaltens ist. Da dürfen wir getrost besonders auf uns schauen.

Kreativitätsforscher*innen raten zu “pattern interruption”. Das bedeutet kleine Unterbrechungen von gewohnten Mustern zu machen.

Kurz:  Routinen verlassen – Gehirn durchschütteln!

Lasst uns also kleine Auszeiten nutzen, um Körper und Kopf in Einklang zu bringen.

#1 Müde und schlapp - Spazieren gehen

Frische Luft ist nachgewiesen gut für das Immun-Aufbau-Programm unseres Körpers.

Die Psychologin Christa Schirl betont, dass es nicht Outdoor-Sport sein muss. Ein kurzer Spaziergang ist absolut ausreichend für unsere Tageslicht-Bilanz.

Kleine Bewegungseinheiten sind schnell umsetzbar. Eine Runde in der Mittagspause oder bevor es im Auto nach Hause geht. Das funktioniert gut mit Kolleg*innen. Da ist noch nicht mal das Verabreden nötig.

30 Minuten draußen sein, bedeutet auch bei bedecktem Himmel genügend Licht. 

Natürlich ist es verlockend, sich bei ungemütlich, nass-grauem Nieselregen zu Hause einzuigeln. 

Aber – hey – damit verpasst du diese WOW-Effekte eines “Frischluft-Boosters”:

  • Du strahlst! Ein Spaziergang zaubert dir gratis einen gesunden, rosigen Teint.
  • Du schläfst wunderbar! Frische Luft sorgt für guten Schlaf.
  • Du hast Energie! Das Draußen-Sein macht dich wach.
  • Du bist zufrieden! Nach Hause kommen nach einem Spaziergang ist super-kuschelig.

#2 Ätherische Öle - für mentale und emotionale Balance

Wenn die Mittagssonne auf Duftpflanzen fällt, dann verströmen sie ihr betörendes Aroma.

Die Düfte sind so vielfältig wie deren Wirkungen.

Samtig weich, wie die Rose, blumig intensiv, wie die Orangenblüte, träumerisch beruhigend wie Lavendel, holzig warm wie die Pinie…

Ätherischen Öle sind die puren Duftstoffe dieser Pflanzen – hochkonzentriert. 

Daher ist im Umgang mit den ätherischen Ölen Vorsicht geboten. 

Bitte tragt sie niemals pur auf die Haut auf oder nehmt sie pur ein!

Richtig dosiert, sind sie jedoch eine Wohltat und können unsere Emotionen positiv beeinflussen. 

Je nach Inhaltsstoffen wirken ätherische Öle anregend oder beruhigend auf unsere Psyche.

Öle mit entspannender Wirkung (zum Beispiel Lavendel, Mandarine, Sandelholz, Neroli) unterstützen die emotionale Gefühlswelt:

  • glätten übermäßige Emotionen. 
  • bringen uns in Balance.
  • lassen uns besser einschlafen.
  • fördern Einfallsreichtum, Fantasie und Neugier.

Öle mit anregender Wirkung (zum Beispiel Rosmarin, Zitrone, Zypresse, Ingwer) beeinflussen die rationale Gefühlswelt:

  • fördern logisches Denken und Durchsetzungskraft.
  • strukturieren Gedanken, geben Klarheit und sorgen für Verständnis.
  • sie stärken uns

MON COURAGE Tipp:

Die Bergamotte ist – wie die Morgensonne – ein wahrer Lichtbringer und sorgt für gute Laune zum Start des Tages. Ein paar Tropfen in einem Diffusor und schon geht die Sonne auf.

Erfahre hier mehr über die Bergamotte.

Wieso wirken ätherische Öle stimmungsaufhellend?

Über unsere Nase atmen wir die im ätherischen Öl enthaltenen Moleküle ein. Diese gelangen direkt ins limbische System im Gehirn (dort sitzt der Bereich für unsere Gefühle) und beeinflussen die Ausschüttung neuro-chemischer Stoffe.

Das hat direkten Einfluss auf unsere Gefühlswelt. 

Das Bergamotteöl beispielsweise reguliert die Ausschüttung von Melatonin, das in zu hoher Konzentration den Winterblues verursacht.

Gleichzeitig steigt unser Serotoninspiegel.

Und schwups! – da ist es. 

Mitten im Winter: das Gefühl nach glücklichen Sommertagen.

Diffusor statt Duftlampe - so wirkt ätherisches Öl optimal

Gut zu wissen: die Hitze einer Duftlampe zerstört wichtige Wirkstoffe des Öls. 

Für die persönliche Wohlfühltherapie eignet sich ein Diffusor besser.

Er bringt das größte Dufterlebnis und ist am wirksamsten.

Nebenbei befeuchtet ein Vernebler automatisch die Luft und zaubert ein gesundes Raumklima.

#3 Stimmungsaufhellende Teemischung

Warum nicht die Weisheit der Natur öfter für unser Immunsystem nutzen?

In der Naturapotheke finden sich pflanzliche Stimmungsaufheller, die bestens bei Winterblues-Symptomen helfen.

Hier unsere Lieblingstee-Mischung. Einfach die folgenden Kräuter 1:1 mischen und die ultimative Sonnenschein-Teemischung genießen: 

 

Johanniskraut

Johanniskraut bringt Sonne ins Gemüt

Die gelb blühende Pflanze sieht nach Sonnenstrahlen aus und ist das bekannteste Pflanzenheilmittel gegen Stimmungstiefs und Angststörungen.

Die stimmungsaufhellende, leicht antidepressive Wirkung dieser Lichtpflanze ist dem Zusammenspiel seiner Wirkstoffe zu verdanken: Hypericin, Hyperforin, Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe.

Funktioniert prima bei innerer Unruhe, Stress und Schlafstörungen.

Melissen für eine positive Einstellung

Melisse

Die Melisse ist die Herzpflanze unter den Heilpflanzen. 

Schon Avicenna (Arzt und Philosoph, 980-1037) sagte: “Melisse macht das Herz froh und stärkt die Lebensgeister”.

Das zart nach Zitrone duftende Kraut löst innere Spannungen und beruhigt das nervöse Herz.

Passionsblume macht dich locker

Die angstlösende Wirkung der Passionsblume ist besonders ausgeprägt.

Sie stoppt das Gedankenkarussell und sorgt für den nötigen Fokus beim Lernen.

Am Abend ist sie die ideale Pflanze, um den Tag loszulassen und entspannt einzuschlafen.

Passionsblume
Rose

Rose - eine Wohltat für die Psyche

Die Königin der Blumen wird im Morgengrauen geerntet, damit sich das ätherischen Öl in den Rosenblättern nicht durch die Sonnenstrahlen verflüchtigt.

Die Rosenblätter in der Teemischung harmonisieren und gleichen aus. Gleichzeitig wirkt das Aroma euphorisierend und stärkt unsere Psyche.

Kein anderer Duft berührt unser Herz so stark – nicht umsonst ist sie das Symbol der Liebe.

Ringelblumen: freudig-leuchtende Sonnenkraft​

Es sind die Flavonoide, die den Blüten ihre fröhlich-sonnigen Farben verleihen: hell-gelb wie die Morgensonne bis dunkel-orange wie die Abendsonne.

Flavonoide sind mehr als nur Farbstoffe in den Blütenblättern. 

Obwohl es sich hier um eine große Wirkstoffgruppe handelt, so ist ihnen eines gemein: Pflanzen mit Flavonoiden wirken antioxidativ.

Das heißt, sie schützen vor Stress und schädlichen Umwelteinflüssen.

In der Teemischung vermag die Ringelblume uns vor Erkältungen bewahren und schmückt sie mit fröhlich gelben Tupfern.

Ringelblume

#4 Kalt duschen - Warmduscher*in war gestern

“Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel”.

Mit dieser Weisheit pflegte der “Urvater der kalten Dusche” Sebastian Kneipp seinerzeit Patient*innen zu Wasserkuren zu motivieren.

Bis vor kurzem hätte ich als Warmduscherin niemals daran gedacht das kalte Wasser aufzudrehen.

Allerdings sind die Argumente für den “Kaaaaaaaaahhhhhaaaaaalt-Moment” erdrückend:

  • Das kühle Nass fördert die Durchblutung. Das trainiert den Körper, sich selbst aufzuwärmen und öffnet die Gefäße.
  • Stärkt das Immunsystem und sorgt dafür, dass Viren und Bakterien an uns abprallen. Wir werden widerstandsfähiger.
  • Ist der Wachmacher Nummer 1. Kaltes Wasser belebt Körper und Geist.
  • Gut für Haut und Haare. Kühles Wasser läßt den natürlichen Schutzfilm der Haut intakt, denn es verschließt die Poren von Haut und Haaren. Falten und Spliss ade!
  • Kalt Duschen senkt den Stress-Level. Das kalte Wasser stärkt nicht nur Gefäße, sondern auch die Nerven.
  • Kostet fast nix und ist kaum Aufwand.

Wichtig: zu Beginn muss der Körper warm sein. Hinterher gut abtrocknen und gleich in kuschelige Klamotten schlüpfen.

MON COURAGE Tipp:

Für das Kältetraining täglich kalt duschen. Mit 10 Sekunden einsteigen und jeden Tag um 5 Sekunden steigern. So schaffst du es auf 2 Minuten!

#5 Massage zum Selbermachen - zu Hause entspannen

Massagen fühlen sich gut an. 

Der Körper entspannt, wir werden insgesamt ruhiger.

Es ist ein Moment der Achtsamkeit und eine geniale Methode gegen Stress.

Es muss nicht gleich ein teurer Besuch in der Therme oder einem Wellness-Hotel sein.

Genauso wohltuend ist die “kleine Variante”.

Solarplexus-Massage am Fuß selbst gemacht

Solarplexus Fußreflexzone Massage

Klingt kompliziert? Ist aber kinderleicht. 

Der Solarplexus – auch Sonnengeflecht genannt – ist ein Nervengeflecht zwischen Brustbein und Nabel. Es steuert die Magen- und Darmmuskulatur und reagiert empfindlich auf Stress.

Nicht umsonst schlagen uns schlechte Nachrichten “auf den Magen”.

Umgekehrt können wir unser Wohlbefinden steigern, indem wir entspannend auf den Solarplexus einwirken.

Der Fuß ist aufgeteilt in verschiedene Zonen, die mit unseren Organen und weiteren Körperbereichen in Verbindung stehen – sogenannte Reflexzonen.

Die Solarplexuszone liegt im oberen Drittel der Fußsohle genau mittig zwischen Groß- und Kleinzehballen.

So funktioniert die Massage:

Beide Füße heranziehen, mit den Händen halten und beidseitig den Daumen auf die Solarplexuszone legen. 

Es ist mehr ein Griff als eine Massage, der bis zu 3 Minuten ohne Druck gehalten wird.

Ruhig atmen und entspannen.

MON COURAGE Tipp:

Die Solarplexus-Massage ist eine wunderbare Einschlafhilfe für Kinder.

#6 Ernährung - Mood-Food gegen miese Laune

Der Herbst ist da und mindestens 4x täglich schreit mein Körper nach Schokolade. 

Und ich weiß: das wird noch schlimmer. Wenn die Weihnachtsmarkts-Mandeln, die Lebkuchenherzen und der Glühwein dazukommen. Ganz zu schweigen von Plätzchen und Keksen aller Art.

Dabei ist das Gift für den wintermüden Stoffwechsel.

In dieser Zeit unterstützen wir unseren Körper besser mit Lebensmitteln, die nicht noch zusätzlich belasten und träge machen.

Empfohlen werden Bananen, Ananas, Datteln, Feigen, Avocados, Nüsse, Haferflocken…

Und Gewürze, die uns “Feuer unterm Hintern” machen: Ingwer, Chili, Pfeffer und Zimt.

Als Faustregel für positives Mood-Food gilt: die winterliche Ernährung sollte vor allem reich an Eisen, Kalium und Magnesium sein.

Eisen

Eisen ist notwendig für die Blutbildung. Wenn die Eisenspeicher gut gefüllt sind, sind wir voller Energie. 

Rosinen, Trauben, rote Beete, Rotkohl, Feldsalat: alles prima, um Eisenmangel zu vermeiden. 

MON COURAGE Tipp:

Die Brennnessel ist das wirkungsvollste heimische Superfood. Um deinen Eisenspeicher aufzufüllen mische getrocknete Brennnesselblätter mit gerösteten Brennnesselsamen und Sesam. Streue es über dein Müsli, Salat oder Smoothie.

Kalium

Birnen, Pflaumen, grüne Bohnen, Erbsen, Karotten, Kartoffeln, Grünkohl, Sojabohnen, Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln…

Die Liste an kaliumreichen Lebensmitteln ist abwechslungsreich.

Gut für uns, denn Kalium ist der wichtigste Mineralstoff für unser Nervensystem.

Magnesium

Eine echte Wunderwaffe! Magnesium wird durch seine enge Beziehung zum Licht eine antidepressive Wirkung zugesprochen. Der Mineralstoff gilt als perfektes Mittel zum Stressabbau. Nicht zuletzt, weil er hilft, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten.

Das “Mineral der inneren Ruhe” finden wir in Nüssen, Hafer, Vollkornreis, Gurken und Rettich.

Mir macht die Liste Lust, endlich was Ausgefalleneres zu kochen – neue Geschmacksrichtungen anzutesten.

#7 Tanz dich glücklich oder “Das Glitzern von innen”

Nichts ist so mächtig für das Gefühl der Lebensfreude wie das Tanzen. 

Egal, ob allein in der Küche oder mit Leuten um uns herum.

Tanzen ist der ultimative Wellbeing-Booster. 

Und der Winterblues bekommt so richtig schön was zwischen die tristen Wochentage geknallt. 

Let the dark days come. Wir sind bereit!

Versand VerpackungCategoriesUncategorized

VERSAND VERPACKUNG

VERSAND
VERPACKUNG

Eine verantwortungsvolle Herausforderung.

FAKTEN
CHECK

Der Onlinehandel floriert. Und damit steigt die Anzahl der Warensendungen jedes Jahr kontinuierlich an. 

Obwohl wir uns über die Nachhaltigkeit der bestellten Artikel zunehmend Gedanken machen, bleibt das Thema bei Versandverpackungen auf der Strecke.

Höchste Zeit für einen MON COURAGE Faktencheck!

Und natürlich erfährst du in diesem Artikel auch, wie unser Beitrag zu einer nachhaltigen Versandverpackung konkret aussieht.

LOGISTIK
PARTNER

Heute bin ich auf der Suche nach einem passenden Logistikpartner. 

Ich will in Ruhe vergleichen, abwägen, die beste Lösung für MON COURAGE finden.

Doch so langsam werde ich nervös.

„Entscheiden Sie sich früh genug, denn ab November nehmen wir keine neuen Kunden auf – da bereiten wir alles für den Weihnachtsversand vor“.

Klar. Weihnachten=Paketflut.

Aber da will ich mehr wissen….

ZAHLEN
CHECK

895.000 Tonnen Versandverpackungen aus Papier, Pappe, Karton oder Kunststoff verbrauchen wir laut GVM (Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung) jährlich.

Tendenz steigend.

Als Versandverpackung zählt dabei jede Verpackung, die zusätzlich zur eigentlichen Produktverpackung (Primärverpackung) eingesetzt wird.

Kein Wunder, dass Paketdienste und Logistikunternehmen permanent am Limit arbeiten.

12 MIO
TÄGLICH

Laut Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) ist die Zahl der Sendungen 2018 auf über 3,5 Milliarden gestiegen – das entspricht fast 12 Millionen Sendungen pro Zustelltag. 

Klingt nach Guinessbuch der Rekorde und tatsächlich liegt Deutschland mit 4,1, Milliarden verschickten Paketen auf Rang 5 weltweit.

ONLINE
HANDEL

Als Verursacher dieser Paketflut wird gemeinhin das Onlineshopping identifiziert.

Verpackungsmüll, Retouren und die damit verbundenen Transportwege sind wahre Ressourcen-  und Energiefresser.

Trotzdem zeigen Studien, dass das Kaufen im Laden bezogen auf die CO2-Emissionen keineswegs besser abschneidet. 

Denn das Einkaufen im Netz ist bei Lagerung und Kommissionierung effizienter als beim stationären Handel.

Hier muss nämlich noch die Fahrt des Konsumenten zum Geschäft und der hohe Stromverbrauch für das Ladengeschäft berücksichtigt werden.

Werden allerdings die Retouren im Onlinehandel vernichtet, ist es vorbei mit der Nachhaltigkeit. 

Leider geschieht das noch in viel zu vielen kommerziellen Shops. 

So berichtet Greenpeace, dass Amazon noch immer Neuware vernichtet. Obwohl es seit 2020 sogar ein Gesetz gegen diese Form der Ressourcenverschwendung gibt.

Nur wird diese sogenannte Obhutspflicht von den Behörden aktuell weder kontrolliert noch bestraft.Das bedeutet: sowohl bei Verpackung als auch beim Versand sind innovative Ideen gefragt, um den Online-Handel so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten.

RECYCLING
KARTON

Erfreulicherweise machen immer mehr Shops Nachhaltigkeit zu ihrer Herzenssache. Bisher spielt die Verpackung eines Produktes aber eine eher untergeordnete Rolle. 

Dabei gibt es so einfache wie geniale Ideen: 

Artikel in gebrauchten Kartons verschicken. 

Möglichst ohne zusätzliches Füllmaterial und unnötige Umverpackungen. 

Das sieht vielleicht von außen manchmal nicht mehr ganz so hübsch und ordentlich aus – um den Zustand des Inhalts muss man sich aber in den seltenstens Fällen Gedanken machen.

Zugleich wächst die Zahl der nachhaltigen Varianten. So kommt recycelte Pappe genauso zum Einsatz wie ressourcenschonende und nachwachsende Rohstoffe wie Gras-  oder Zuckerrohrfaser, Holz und Stroh.

Übrigens aus eher außergewöhnliche Materialien wie Algen und Pilze können mittlerweile Verpackungsmaterialien hergestellt werden.

Ein entscheidender Faktor bei allen Möglichkeiten ist, wie gut die Verpackung entsorgt werden kann. 

Ob beispielsweise eine Recyclingstruktur besteht.

Ein Mehrwegsystem für Versandverpackungen flächendeckend zu etablieren, war bisher noch nicht möglich. 

Tolle Forschungsprojekte wie das praxPack-Projekt haben sich aber genau das als Ziel gesetzt.

Erste Shops testen aus recyceltem Kunststoff hergestellte Mehrwegversandtaschen von RePack in der Praxis. Endkund*innen können diese einfach über die Post wieder zurücksenden.

Die Ökobilanz kann sich sehen lassen: gegenüber herkömmlichen Versandverpackungen ist mit diesen Mehrwegversandverpackungen möglich bis zu 80 Prozent CO2 und 96 Prozent Müll einzusparen.

Denn Mehrwegversandverpackung bedeutet in der Regel einen geringeren Ressourceneinsatz und hilft logischerweisen anfallenden Müll zu reduzieren.

KLIMA
NEUTRAL

Wie hoch die Emissionen sind, die ein Paket insgesamt verursacht, hängt natürlich nicht nur von der Verpackung, sondern auch vom Versand  – genauer gesagt von den Versandwegen – ab.

Wird das Paket mit dem Fahrrad oder einem Zustellfahrzeug transportiert? Hat das Auto Elektroantrieb oder Dieselmotor? Welchen Weg nimmt es am Ende genau?

All diese Fragen, können wir heute (noch) nicht ausschlaggebend beeinflussen.

Im Grunde bedeutet der Begriff klimaneutral versenden erst einmal nur, dass durch das Produkt die Menge an klimaschädlichen Gasen in der Atmosphäre nicht erhöht wird.

Übrigens: die Größe und das Format der Verpackung sollte dem Inhalt entsprechen. Das spart nicht nur Verpackungs- und Füllmaterial, sondern auch wertvollen Platz während des Transports.

Das hilft beförderungsbedingte CO2-Emissionen zu verringern und in einem gewissen Maß auszugleichen.

GOLDENE
REGEL

Wir, bei MON COURAGE, haben eine goldene Regel aufgestellt:

OHNE SCHNICK-SCHNACK

Wir verpacken den MON COURAGE STICK so klein wie möglich:

Das bedeutet, du bekommst eine Versandtasche vom Briefträger deines Vertrauens geliefert. 

Das ist so, weil wir bewusst auf Kartons und damit auf die Lieferung durch einen Paketboten verzichten.

Das spart Platz beim Transport und zusätzliche Wege.

Up to date sein ist für uns übrigens selbstverständlich. Neugierig verfolgen wir daher innovative Ansätze wie das praxPack-Projekt.

Wir verpacken den MON COURAGE STICK so leicht wie möglich:

Getreu unserer goldenen Ohne Schnickschnack-Regel haben wir uns für eine plastikfreie Verpackung OHNE werbewirksame “Unpacking”- Features entschieden.

Unser Credo: so wenig wie möglich, so viel wie nötig um das Produkt zu schützen. 

Wir versenden den MON COURAGE STICK klimaneutral:

Wir haben die Option “GoGreen” bei der Deutschen Post gewählt.

So leisten wir für jede unserer Sendungen einen Beitrag zur Klimaneutralität des Versandweges.

Wir versenden den MON COURAGE STICK von Köln aus:

In Köln ist der Sitz unserer Produktion und es ist nur ein Katzensprung bis zum nächsten Briefzentrum der Post. Das verkürzt den “ersten Teil” des Weges bereits enorm. 

Ein weiterer Pluspunkt: die zentrale Lage von Köln in der Mitte Deutschlands.

NACHHALTIGE
ZUKUNFT

Wahrscheinlich hast du beim Lesen des Artikels bemerkt: 

was die Nachhaltigkeit im Verpackungs – und Versandwesen angeht, stecken wir noch in den Kinderschuhen.

Doch es gibt erfreulicherweise viele innovative Ideen und Projekte, die auch entsprechend gefördert werden.

Du möchtest auch einen Beitrag leisten?

Dann spare Verpackung und hilf die Zustellwege zu verkürzen.

Wie?

Organisiere eine Sammelbestellung!

Werde einfach zu unserem digitalen MON COURAGE “Tante Emma Laden” und bestelle für deine Freund*innen mit.

Das Tolle: den Stick bekommt ihr dann alle sogar noch günstiger! Schreibe uns einfach an

BLOG TANJA scaledCategoriesUncategorized

TANJA TRUÖL

TANJA
TRUÖL

Fotografin aus Leidenschaft, entfacht auf einer gemeinsamen Reise durch Indien.

INDIAN
INSPIRATION

Eng umschlungen hält Tanja ihre erste Spiegelreflexkamera und schläft langsam ein, als der Zug ruckelnd anfährt. Wir haben beide gerade die Schule hinter uns gebracht und ziehen zusammen in die große weite Welt hinaus. Die Wahl traf auf Indien, weil in der Heimat meiner Kindheit, Elfenbeinküste, ein Bürgerkrieg wütet. Vier Monate sind wir nun schon unterwegs, haben das Leben in den katholischen Klöstern in Kerala kennengelernt, mit Fischern die Hütte am Strand geteilt, das bunte Holi-Fest in Hampi mitgefeiert und alte Hippies am Strand von Gokarna kennengelernt. Nun zieht es uns weiter in den Norden. Unsere nächste Station heißt Udaipur, die Stadt der Maharajas. Hier werden wir die Einladung eines Tierpflegers annehmen und auf seinem Elefanten reiten, mit dem er gerade durch die Straßen spaziert.

PURE
HAPPINESS

Es vergeht kein Tag an dem wir nicht voller Eindrücke und Erlebnisse in unser Hostel zurückkehren. Der Tempel voller heiliger Ratten, die über unsere Füße laufen, die Kühe auf der Straße, die immer und überall Vortritt haben und natürlich die Begegnung mit den Menschen. Frauen, die in ihren bunten Saris anmutig auf der Baustelle arbeiten. Kinder, die uns lachend überall hin begleiten. Ein Rausch an Farben, Düften und Geschmäcker lässt uns auf einer permanenten Welle der Glückseligkeit surfen.

PASSION FOR
ART

Diese Reise quer durch Indien war der Grundstein für unsere Freundschaft und Tanjas ungebrochene Leidenschaft für die Fotografie. Nach unserer Rückkehr machte sie ein Orientierungsjahr an der Kunstschule Offenburg – mit dem gleichen Ergebnis: es bleibt bei der Fotografie. Dabei ist es genau diese Verbindung der Kunst und der Fotografie, die Tanjas Schaffen ausmacht. Ihr Blick für das Zusammenspiel der Farben, dem Aufbau des Bildes und das Spiel des Lichts ist einzigartig. Als Fotografenmeisterin beherrscht sie ihr Handwerk perfekt. Doch erst durch ihre künstlerische Ader, die ihr in die Wiege gelegt wurde, bekommen ihre Fotos das gewisse Extra.

COMPLETELY
NATURAL

Ihre Anfänge in der Reisefotografie während unserer Tour durch Indien prägen auch heute noch ihre Arbeitsweise. Selbst bei geplanten Shootings ist Tanja stets auf der Suche nach dem Authentischen und fängt die Persönlichkeit der Models ein. Sie arbeitet nur mit dem natürlichen Licht, was den Bildern ihre Wärme und Tiefe geben. Ihre Herangehensweise passt perfekt zu MON COURAGE und unserem Slogan “Completely Natural”. Die Models, Locations und Accessoires sind absolut authentisch. Wir arbeiten mit Camper:innen, Backpacker:innen und Wander:innen in ihrer gewohnten Umgebung.

 

HERZENS
SACHE

Die Herzensangelegenheit von Tanja ist, die Fotografie den jungen Menschen nahezubringen. Sie unterrichtet mittlerweile in der Kunstschule Offenburg, die sie selbst als Schülerin besucht hat. Dabei geht es ihr um mehr als die Technik der Fotografie und Bildbearbeitung. Ihre Schüler erlernen den Blick für Motive und das Vertrauen in ihre Intuition. Es geht ihr nicht um “das perfekte Bild”, sondern um den Prozess des kreativen Schaffens.

OPEN
CURIOSITY

Für MON COURAGE gehen wir wieder gemeinsam auf Reisen mit der Mission die Menschen hinter dem MON COURAGE Stick kennenzulernen und zu portraitieren. Es fühlt sich ein bisschen an wie damals in Indien. Wir ergänzen uns perfekt und vertrauen einander blind. Was uns verbindet ist eine unbändige Neugier und Offenheit. Die beste Voraussetzung für typische MON COURAGE Momente, die zu unvergesslichen Erlebnissen werden.

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HERMANN KOCH

HERMANN
KOCH

Der Gigant unter den Herstellern von Kosmetikverpackungen mit einem Herz für StartUps.

BIG
PLAYER

“Gewaltig!“, denke ich, als ich bei Coburg auf das Firmengelände von HERMANN KOCH fahre. Meterhohe Silos ragen in den wolkenverhangenen Himmel. Reihenweise Lagerhallen. Geschäftiges Treiben. Schnell weiche ich einem LKW aus.
Mir wird klar: hier werden Kosmetikbehälter millionenfach produziert.

Mit über 100 Jahren ist Hermann Koch ein alter Hase in der Verpackungsindustrie. 1914 vom gleichnamigen Gründer als Metallwarenfabrik gegründet, wurde das Unternehmen durch die Produktion der berühmten NIVEA-Dose bekannt. Heute verarbeitet die in HK Cosmetics umbenannte Firma nur noch Kunststoffe.

HELPING
HAND

Als Gründerin eines vergleichsweise kleinen StartUps benötige ich zunächst nur eine überschaubare Anzahl Verpackungen. Normalerweise bezieht man diese über Zwischenhändler:innen. Aber bei Hermann Koch hatte ich das Glück auf Kenny zu treffen. Er verstand meine Vision der multifunktionalen Kosmetik in praktischer Stickform sofort. Für unseren Markttest 2020 plünderte er kurzerhand das Lager und verkaufte uns 400 Stickbehälter – obwohl die Mindestabnahmemenge bei 10 000 Stück liegt.

PLASTIK
KUNDE

Heute treffe ich Kenny vor Ort. Er strahlt mich an. Stolz vor sich aufgebaut: eine Kosmetikdosen-Pyramide aus unterschiedlichsten Kunststoffen. Polypropylen, PCR, Purpolen, Sulapac. Materialkunde steht auf dem Programm. Sein Metier. Ich seufze. Und verstehe schnell: Bioplastik ist nicht gleich Bioplastik. Die Thematik ist komplex und wider Erwarten spannend! Genauso wie die Besichtigung der gesamten Produktionskette. Hermann Koch fertigt von A bis Z: von den Werkzeugen bis hin zum Bedrucken der Kosmetikbehälter. Kenny zeigt und erklärt mir alles mit einer unerwarteten Offenheit.

WERKZEUGE
AUS STAHL

Wir sind in der Werkzeughalle. Wer, wie ich, bei dem Wort “Werkzeug” an Hammer und Zange denkt, wird hier eines Besseren belehrt. Stahlzylinder in allen Größen – manche bis zu einer Tonne schwer – füllen Regale und Paletten. Das sind die Spritzgussformen – oder Werkzeuge -, in die flüssiger Kunststoff eingespritzt wird. Um große Serien zu produzieren sind Präzision und Stabilität unabdingbar. Das bedeutet, selbst die kleinste Änderung ist extrem aufwendig zu realisieren. Wollen wir Kosmetiktiegel mit einer glänzenden oder matten Oberfläche? Solche oder ähnliche Fragen klären wir wohl besser im Vorfeld.

FARBEN
FROH

In der Produktionshalle bietet sich mir ein anderes Bild. Vollautomatische Produktionsstraßen spucken fertig gepackte Kartons mit montierten Kosmetikdosen aus. Das Kunststoffgranulat wird durch Rohre direkt vom Lager im Keller bis zu den Maschinen geführt. Damit wir Konsumenten am Ende schöne bunte Kosmetikprodukte in unserem Badezimmer stehen haben, wird dieses Granulat mit Farbpigmenten gemischt. Im Keller reihen sich die tollsten Farbtöne aneinander. Es scheint kein Wunsch offen zu bleiben.

KNOW-HOW
SELLS

Auf unserem Streifzug durch die Produktionsstätte erzählt Kenny von sich. Er ist jünger als ich erwartet habe. Wie viele seiner Kollegen kommt er als Lehrling zu Hermann Koch. Er lernt mit CNC-Fräsen umzugehen, neue Werkzeuge zu fertigen oder Alte in Stand zu setzen. Ihm fehlt jedoch der Umgang mit Menschen. Umso glücklicher ist er, als er in den Verkauf wechseln kann. Kennys technisches Verständnis scheint die perfekte Grundlage für diesen Job zu sein. Kommen Kunden mit neuen Anforderungen, kann er die Machbarkeit sofort gut abschätzen. Wir unterhalten uns an diesem Tag über die MON COURAGE Vision: eine nachhaltigen Refill-Verpackung aus recycelten Rohstoffen.

NACHHALTIGE
ZUKUNFT

Mit soviel Hintergrundwissen, verstehe ich, was es bedeutet, den Stickbehälter von MON COURAGE zu produzieren. Mein Blick hinter die Kulissen macht mich aber auch nachdenklich. Es steckt so viel Liebe zum Detail in etwas scheinbar Banalem wie einer Kunststoffverpackung. Warum, frage ich mich, sind die gängigsten Kosmetiktiegel eigentlich auf Einwegnutzung ausgelegt? Wie können wir Lösungen entwickeln, damit wir die wertvollen Produkte nicht entsorgen müssen? Ich bleibe dran…

BLOG AROMAPLANTES scaledCategoriesUncategorized

AROMA PLANTES

AROMA
PLANTES

Unser Partner für die besten
ätherischen Öle. Im Herzen der
Provence

MARCHÉ
DE LAVANDE

Unterhalb des schönen Örtchens Sault mit dem Blick auf den Mont Ventoux liegt die Destillerie AromaPlantes. Ich hatte sie während eines Urlaubs 2017 per Zufall entdeckt. Damals wandelten wir auf der Spuren des Lavendels durch die Provence und an einem wunderschön sonnigen Tag fuhren wir durch Sault. Es war Markttag und es sollte der duftendste Markt meines Lebens werden. Überall wurden ätherische Öle verkauft – teilweise unter’m Ladentisch, weil die Gesetze in Frankreich den Verkauf einiger Öle verbieten. Zu dieser Zeit waren Öle für mich nichts anderen als Duftstoffe und ich ließ mich von meiner Nase lenken. Erst ein paar Jahr später sollte ich erfahren welch unglaubliche Wirkung ätherische Öle entfalten können und mit welcher Vorsicht sie zu behandeln sind. 

DUFT
PARADIES

Nachdem wir nun durch die Gässchen von Sault von Marktstand zu Marktstand schlenderten, zog es uns hinaus auf’s Land. Angelockt durch die Schilder von AromaPlantes kamen wir zu dieser malerischen Destille – in einem wunderschönen Natursteinhaus. Ich fühlte mich wie im Paradies: Regale gefüllt mit heimischen und exotischen ätherischen Ölen, Hydrolaten und allerlei duftenden Produkten. Voller Inspiration kam ich aus diesem Urlaub zurück und wenige Zeit später besuchte ich meinen ersten Naturkosmetikkurs. Aber das ist eine andere Geschichte.

ERNTE
TAG

Heute, im Juli 2021, kommen wir das erste Mal wieder zurück nach Sault. Unsere Mission: wir wollen an einer Lavendelernte teilnehmen und erleben wie das ätherische Lavendelöl produziert wird. Wir treffen Laurent. Er arbeitet seit einigen Jahren in dem kleinen Familienbetrieb. Am liebsten betreut er die Besucher und Einkäufer. Seine Begeisterung für die Pflanzen und ätherischen Öle kommen aus jeder Pore. Laurent empfängt uns gut gelaunt und erklärt was uns erwartet. Wir werden das Feld auf traditionelle Weise von Hand abernten. Mit einer Sichel und einem Tuch bewaffnet gehen wir auf das blühende Lavendelfeld. Das Tuch wird zu einem Sack gebunden, der die Ernte auf unserem Rücken beherbergt. Und dann geht es los. Pflanze um Pflanze ernten wir mit der Sichel die Blütenstängel ab. Angefangen in der Mitte des Lavendelbuschs geht es Büschel für Büschel im Kreis bis die Lavendelpflanze abgeerntet ist.

WASSER
DAMPF

Über 40 Kilo tragen wir zusammen. Um so viel Öl wie möglich zu destillieren werden die geernteten Blüten sofort zur Destille transportiert. Dort kommt sie in einen Kessel. Wir stampfen auf den Blüten um sie im Kessel zu verdichten – denn je länger der Wasserdampf braucht um durch das Pflanzenmaterial aufzusteigen, desto mehr ätherisches Öl wird aus der Blüte gelöst. Es ist ein bisschen wie das Zerstampfen von Weintrauben aus meiner Heimat am Kaiserstuhl – nur dass hier mich ein betörender Lavendelduft umfängt. Der Wasserdampf wird durch kühlende Rohre geleitet wo er kondensiert und in einen Bottich läuft. Es schießt nur so aus dem Rohr. Laurent testet in regelmässigen Abständen wie viel ätherisches Öl der Wasserdampf mit sich bringt. Dabei füllt hält er eine Glasflasche unter den Wasserstrahl und schaut in der Flasche wieviel Öl noch oben schwimmt. Nach bereits 20 Minuten ist nur noch eine kleine Öl schicht in der Flasche zu sehen. Das Destillieren neigt sich dem Ende. Aus 40 kg konnten wir 300ml ätherisches Lavendelöl gewinnen.

WILD
SAMMLUNG

Abends lernen wir Regine kennen, die gerade aus ihrem Gemüsegarten kommt. Sie ist die Gründerin von AromaPlantes. Eine herzliche aufgeschlossene Dame, die uns die Geschichte von den Anfängen der Destille erzählt. In der 68ern lebte Sie mit ihrem Mann in Marseille. Doch die Großstadt machte sie ales andere als glücklich. Zu sehr vermissten sie die Nähe zur Natur. So beschlossen sie zurück in die Heimat zu ziehen und im Einklang der Natur zu leben. Sie begannen wildem Lavendel zu ernten und zu destillieren. Doch der wilde Lavendel war immer seltener zu finden. Denn die Wiesen der Wildkräuter werden nach und nach von Büschen und Bäumen zurückerobert. Früher zogen Hirten mit ihren Schafen über’s Land und hielten die Wiesen frei. Durch intensive Nutztierhaltung verschwinden die Schäfer und damit auch der wilde Lavendel.

BIO
PIONIERE

Auf der Farm der Schwiegereltern fingen sie mit dem Lavendelanbau an – von Beginn an achteten sie auf Bioanbau. Das waren die 68er und der Bioanbau war unsere Form der Revolution” erzählt sie uns mit leuchtenden Augen. Maschinen gab es damals keine – alles wurde von Hand gepflanzt, geerntet und destilliert. Das Destillieren von Blüten ist eine Saisonarbeit. Um in den anderen Jahreszeiten auch destillieren zu können, kamen nach und nach weitere Pflanzen hinzu. Besonders Nadelbäume eignen sich gut für die Destillierung in den Wintermonaten. Dabei verwenden sie die Holzabfälle (Äste und Nadeln) von Fichten, Pinien und Zedern aus der Region.

Vor ein paar Jahren hat ihr Sohn Guillaume die Destille übernommen und weiter ausgebaut. Heute werden hier 30 verschiedene Öle destilliert und eigene Kosmetik hergestellt.
Doch Lavendel ist und bleibt die größte Leidenschaft der Gründerin. Sie wurde „im Lavendel geboren“ sagt sie, mit einem Lächeln.